Sonntag, 12. Oktober 2008

Australien - ich liebe dich!

Unser Flug von Bali nach Australien ging erst halb zehn abends. Also wollten wir gerne bis abends in unserer Unterkunft bleiben, leider war das dann doch ausgebucht. Und da es wieder einen Monsumregen gab, mussten wir die Stunden bis abends in einem doofen Cafe verbringen. Wir waren die einzigen Gäste, aber es gab halt kein Entkommen aufgrund des starken Regens. So freuten wir uns umso mehr auf Down Under.

Der Flug durch das Gewitter war holprig und sicher nichts für Leute mit Flugangst. Ich hatte eher Angst wegen meiner Ohren. Aber irgendwie geht es doch immer. Wir landeten um 1 Uhr nachts in Darwin und unser Weiterflug nach Cairns war erst um 7 Uhr morgens. Also gab es nur die eine Möglichkeit: Auf dem Boden des Flughafens schlafen. Wir klauten schon im Flieger zwei Decken. Mein Qantas Kopfkissen wurde mir leider vom Flugpersonal wieder entnommen, tja hatte ich wohl zu offensichtlich eingesteckt. Aber die Decken waren super, denn im Flughafengebäude war es wegen des Klimaanlagen eisekalt. Trotz Jacke, Puli und langer Hose und habe ich gefroren. Nachdem wir den ganzen Sicherheitscheck durchhatten mussten wir sogar noch ein kleines Interview geben - a la: was genau wollen sie in Australien? Wie lange bleiben sie? Wo wollen sie hinreisen, etc.. Anschliessend mussten wir uns einen Schlafplatz suchen. Überall lagen schlafende Menschen auf dem Boden. Ich versuchte noch ein gutes Plätzchen fuer uns zu ergattern, denn entweder war der Boden gefliest, oder es gab überall Notausgänge, die freibleiben mussten. Als ich ein letztes Stück freien Teppichboden erblickte, spurte ich los: das ist mein schlafplatz, dachte ich. Und ich bekam ihn auch. Also die eine Decke auf dem Boden ausgebreitet, mit der anderen haben wir uns zugedeckt. Ich habe sogar ein wenig geschlafen. Nur leider haben mich die extrem lauten „Wellcome at the Darwin Airport“ Durchsagen ständig wieder aufgeweckt. Um 7 ging es dann weiter nach Cairns.

Australien - das Backpacker Paradies
In unserem ersten Down Under Ziel angekommen, mussten mussten wir uns am Flughafen noch um ein Hostel kümmern, denn alle angefragten Hostels hatten uns leider vorher per Mail abgesagt – waren ausgebucht. Aber Australien ist toll auf die Backpacker eingestellt! Am Flughafen gibt es eine Tafel mit ein paar Hostels und dazugehörigen Kurzwahlnummern. Ein Telefon neben dieser Tafel hat diese Kurzwahlnummern gespeichert und man kann kostenlos bei den Hostels anrufen. Ich hatte direkt Glück. Das hatte ich mir schon gedacht, als am anderen Ende der Hostelvater Gabriel hieß ;-) Sie hatten noch ein Twin Room Sharing Bathroom frei, also ein Zimmer mit zwei Singlebetten und einem Gemeinschaftsbad. Die meisten Hostels bieten einen kostenlosen Pick-up Service vom Flughafen an. Und der Bus des Hostels war genau in dem Moment am Flughafen. Passte also perfekt.

Buntes Treiben im Hostel
Das Hostel ist auch super. Ich muss mich erst mal an die Atmosphäre gewöhnen. So viele Leute aus so vielen Nationen. Eine Gemeinschaftskueche. Viel Trubel. Alle kochen in der Gemeinschaftsküche, sitzen draußen auf den Bänken und Tischen, hängen in der Hängematte, liegen am kleinen Pool oder lesen einfach ein Buch. Auf der einen Seite ist es cool, auf der anderen Seite ist es manchmal schwer hier seine Ruhe zu haben. Einen Tag später mussten wir in das gegenüberliegende Appartment ziehen.

Das ist noch besser. Es ist eine Art Sharehouse. Also ein ganz normales Haus, indem man wie in einer WG lebt. Alles ein bisschen entspannter als im Hostel. Leider konnten wir hier nur 2 Naechte bleiben, dann ging es zurueck ins Hostel. Dieses Mal hatten wir leider das Zimmer direkt an der grossen Kueche. Wann immer ich also nachts auf Toilette musste, musste ich schlaftrunken an denjenigen vorbei, die dort noch verweilten. Und es war sehr laut.

Manchmal wollen die Hostel"eltern" einem Regeln vorschreiben, was nervig sein kann. Und als ich heute gerade unter der Dusche stand und es draussen ertoente, ich solle rauskommen, weil das Bad geputzt werden muesse, da dachte ich schon mal kurz: "Ich bin nicht mehr 20, will mir nicht alles vorschreiben lassen!"Aber alles in allem ist es schon gut. Das Hostel ist sauber, es gibt wirklich nette Leute, der Service ist auch super. Es gibt einen kostenlosen Shuttle-Service, der mehrmals taeglich in das Zentrum faehrt. Wir bekommen eine Rabattkarte fuers Abendessen in einer Bar im Zentrum. Und einmal die Woche gibts Pizza- oder Barbecue Abend.

Cairns - ein Backpacker neben dem anderen
Die Stadt wimmelt von Backpackern. Man weiss gar nicht, wer ueberhaupt einheimisch ist. Und ein Tour-Office neben dem naechsten. Und alle haben ungefaehr 100 Kataloge mit Angeboten zu bestimmten Touren. Hu, da muss man erst mal nen Durchblick bekommen.

In Cairns selber haben wir bis dato noch nicht all zu viel gemacht. Da es keinen Strand gibt, werweilen die Leute an einer kuenstlichen Lagune. Daneben befindet sich die Esplanade und einige Grillstellen, die man nutzen kann. Einfach Fleisch kaufen, Dollar in den Grill werfen und dann kannst du dein eigenes Fleisch grillen. Aber derzeit regnet es oft und es ist bewoelkt. Daher laufen wir durch die Malls, vergleichen Preise zu Deutschland. Zum Beispiel sind die Hifi Sachen hier guenstiger. Der neueste Ipod kostet hier 100 Euro.

Morgen gehts aus Cairns raus. Wir fahren zum Cape Tribulation, dort trifft der Regenwald ans Meer. ich bin gespannt. Wir haben uns ein Auto ausgeliehen und werden in einer Art Zelt im Regenwald schlafen. Mehr darueber beim naechsten Mal.

Best regards,
Gabi & Micha

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