Mittwoch, 29. April 2009

Fazit - Die Erde ist viel zu schön, um nicht entdeckt zu werden

215 Tage. 30,5 Wochen. 7 Monate. 3 Länder. Wir waren am „anderen“ Ende der Welt. Maximal 47 Grad. Minimum 8 Grad nachts. An die 100 Unterkünfte. Wir schliefen auf Campingplätzen, in Hostels, im Wald, im

Zelt, im Auto in Wohngebieten, in Sharehouses, Guesthouses, Hotels, Bungalows und natürlich bei Dave & Dani Zuhause.


Es gab Harmonie, Zickereien, Skurrilitäten und Organisationsstress. Kurz gesagt: Es war toll! Jetzt freuen wir uns auf: Eine warme Dusche. Ein sauberes Bett. Deutsche Leberwurst. Ein kräftiges Vollkornbrot. Richtigen Käse. Wurzelgemüse mit Wurst. Mamas Frikadellen. Und natürlich auf unsere Familien und Freunde.


Good Bye Flip-flops. Good Bye Fisherman Hose. Good Bye Bikini. Good Bye Meer. Good Bye Sonne.Good Bye Bali, Good Bye Australien, Good Bye Thailand. Welcome Germany.


Wir haben viel gesehen, gehört, gegessen, gerochen, gestaut. Wir haben gelebt und erlebt. Wir haben ertastet, uns vorgetastet und vor allem UNS TREIBEN lassen. Und gemerkt, dass morgen auch noch ein Tag ist und es keine Eile gibt ;-) Unsere Reise war Abenteuer und Relaxen – und eine keine Lebenslektüre für mich. Danke für die Unterstützung von allen Seiten!


Wir haben 7 Monate unseren Traum leben dürfen. Und wir würden es jederzeit wieder machen! Die Erde ist viel zu schön, um nicht entdeckt zu werden!

"I wanna go home"


Bangkok – das Finale

Wir genießen unser kleines Luxus-Hotel zum Abschluss. Netterweise hat uns die Dame an der Rezeption ein Upgrade gegeben, so dass wir ein Zimmer im oberen Stock haben und den tollen Ausblick genießen können. Abends gönnen wir uns ein Essen im obersten Stockwerk und auch am nächsten Morgen zieht es uns zum Frühstück wieder dort hin. Gegen einen kleinen Aufpreis kann man nämlich mit dem Ausblick über Bangkok essen.

Und das Frühstück hat es echt in sich: Die machen einem wahnsinnige Fruchtsmoothies vor deinen Augen fertig. Es gibt ein riesiges Buffet und alle Cafésorten kostenlos.


Nach dem Auschecken verbringen wir die Stunden bis zum Flieger in der Shoppingmall. Letzte Geschenke, Souveniers und Klamotten für den eigenen Kleiderschrank. Bis der Koffer aus allen Nähten platzt. Als wir zurück im Hotel sind, um unsere Sachen zu holen, spielt doch die Hoteleigene Band tatsächlich das Lied „I wanna go home“ (von Michael Buble). Ich sag euch, da kamen mir schon die Tränen. Das war wirklich UNWIRKLICH und ne krasse Situation. Tja und danach haben sie ein Lieblingslied von meinem Papa gespielt („Bridge over Troubled Water“). Noch mal krass…ohne Worte.


Auf dem Bangkoker Flughafen wird es trotz der 3 Stunden Aufenthalt noch mal eng. Überall war es tierisch voll. Und das, obwohl es Mitternacht ist. Die Thais haben einfach überall zu wenig Personal.


Aber wir haben Glück in Bangkok. Die bis dato friedlichen Demonstrationen nehmen am nächsten Tag gewalttätige Züge an. Regierungsgegner lieferen sich Auseinandersetzungen gegen das Militär.Panzer rollen auf den Straßen, Soldaten mit Gewehren versuchen für Ruhe zu sorgen. Es gibt einige Verletzte und sogar Tote. Währenddessen landen wir am Düsseldorfer Flughafen. Und werden dort schon von unseren Familien empfangen.

Die letzten Tage in Phuket

So langsam neigt sich unsere Reise dem Ende zu. Bevor wir nach Bangkok fliegen, wollen wir noch zwei Nächte in Phuket verbringen. Wir haben Glück und müssen nicht mit dem Bus fahren: Eine kleine Familie aus Schweden fährt mit einem privaten Minibus nach Phuket und sie nehmen uns kostenlos mit. Als Gegenzug schenken wir deren Töchtern Schokolade und unsere pinke Luftmatratze.


Unsere Ankunft in Phuket fällt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. So viel Regen habe ich noch nie gesehen. Die Bus lässt uns an einer Tankstelle raus, die schon komplett unter Wasser steht. Unser Plan: Wir müssen irgendwie zum 5km entfernten Flughafen kommen. Von dort aus gibt es dann einen Pick-up Service von unserem Hotel. Wir finden nette Thais, die uns privat zum Airport fahren. Lustige Fahrt, die konnten wirklich kein einziges Wort Englisch. Aber mit Händen und Füßen geht’s halt doch immer!


Am Flughafen hilft uns netterweise eine Thaifrau weiter, die als Reiseleiterin arbeitet und fast perfekt deutsch spricht. Als Gegenzug bringt ihr Micha was von Burger King mit. Unsere kleinen Aufmerksamkeiten kommen gut bei den Thais an ;-)


Wir haben uns noch mal ein tolles Hotel gegönnt, kostet in Thailand ja zum Glück nicht viel. Leider verbringen wir nur die erste Stunde damit, ein trockenes Hotelzimmer zu finden. Es hat zu viel geregnet… Zimmer unter Wasser. Aber alles wird gut. Den letzten Tag verbringe ich noch mal im Meer, was in Phuket wirklich schön aussieht. Und jetzt noch 1 x schlafen, bevor es dann nach Bangkok geht. Auch dort werden wir noch 1 Nacht verbringen, dann tagsüber ausgiebig shoppen (und gucken, dass alles irgendwie in den Koffer passt ;-)) und dann… sind wir schon fast wieder zuhause!


Ein ganz normaler Klo-Gang in Thailand

viel Spaß dabei... nichts für "Schiss"-Hasen ;-)

Zelten auf den Similan Inseln









Ein weiteres Highlight sind die Similan Inseln. Ein Top-Tauch- und Schnorchelgebiet, unter den 10 besten weltweit. Aber ein kleiner
Tipp für alle, die mal in die Region fahren: Auf den Surin Inseln
soll man noch besser schnorcheln können.


Für uns haben die Similan Inseln zwei Seiten: Tagsüber ist es das reinste Paradies, und nachts die Hölle ;-) Zum einen haben wir ein traumhaftes Wasser, mit einer klaren Sicht von mindestens 15 Metern, traumhafte Strände und tolles Wetter. Wir sind mit einer ganz zahmen Schildkröte auch Tuchfühlung gegangen und Micha
hat sogar nen Hai gesehen (siehe Foto).



Aber auf der anderen Seite sind gerade Thai-Ferien gewesen und da muss man sich an die nächtliche Lautstärke schon gewöhnen. Und es geht sehr korrupt auf der Insel zu: Wir erkundigten uns vorher extra, ob es freie Zelte gibt. Und bei der Ankunft wurde das dann zum Problem. Laut dem sehr unfreundlichen thailändischen Parkranger gebe es keine freien Zelte. (Was übrigens totaler Blödsinn war, denn mindestens 20% der Unterkünfte waren noch frei). Nachdem unsere Tourguides ca. ne halbe Stunde mit dem Ranger wildgestikulierend diskutierten, bekommen wir dann doch ein Zelt. Wir müssen natürlich mehr zahlen als die Einheimischen. Was lernen wir daraus: Beim nächsten Besuch bringen wir dem Insel "Häuptling" Whiskey und Zigaretten mit. Ehrlich, das machen zum Teil auch die Einheimischen... alles Korruption, sag ich euch!

Unser Zelt war voller Löcher, so dass man nachts gelegentlich Besuch von Ratten bekam. Und die dünne Isomatte tat ihr Übriges dazu, dass der Rücken schmerzte. Die Hypgiene wurde in dem Nationalpark auch ganz besonders groß geschrieben: Die Schlafsäcke und Kissen werden zum Lüften raugehängt.

Aber nicht Motzen: Die Insel war tagsüber wirklich ein Paradies. Ob Sonnenschein, Regen oder Regenbogen - diese wunderbaren Farben werden mich noch nach Hause begleiten.

Khao Lak zum zweiten! Erholung pur!


Zurück in Khao Lak...
Wir finden ein ganz tolles Hotel für einen vergleichbaren günstigen Preis. Mit Pool. Mit Frühstück inklusive Meerblick. Mit Klimaanlage. Sauberes Bad. Sogar Poolhandtücher. 2 kostenlosen Wasserflaschen täglich. Klimaanlage mit einem Timer. Fernseher mit Deutscher Welle. Kostenlosem Wireless Internet. Und einem super Service – sie bringen uns die Taschen in die Zimmer! Ach so lässt es sich doch leben! Ich verbringe die Tage am Meer, am Pool, im Cafe und vor dem Fernseher. Auch wenn das Wetter nicht mehr richtig mitspielt (Regenzeit beginnt schon früher) – es ist ein Traum!

Samstag, 18. April 2009

Visa-Run per Boot

Eine Bootsfahrt, die ist lustig... Ne eher laut...



Freitag, 17. April 2009

Kreislauf-Kollaps nach Visa Run




Wir entscheiden uns mal wieder ein paar Tage länger in Thailand zu bleiben. Bei Flugumbuchungen sind wir inzwischen Experten ;-) Das heißt aber auch, dass wir unser Visum verlängern müssen, da uns ansonsten 500 Baht Strafe pro Tag drohen (ca. 10 Euro). Also steht uns ein sogenannter Visa-Run bevor. Wir reisen ins Nachbarland und direkt wieder zurück nach Thailand. Dann bekommen wir bei der Einreise wieder 15 neue Tage. Ein guter Plan, aber wie sich rausstellen wird kein relaxter.

Auf der Rückreise wollen wir dann zu den Surin Inseln, eines der besten Schnorchelspots auf der Welt. Das hatten uns Tony und Michael, die wir auf Koh Rok kennenlernten, empfohlen.

Aber jetzt geht’s erst mal zum Visa Run. Wir stellen unsere Koffer an die Straße und warten, dass der Bus uns irgendwann Richtung Norden aufpickt. Wieder mit dem Bus, wieder mit der Discobeschallung. Auf Nachfragen dreht der Busfahrer netterweise die Musik leiser. Nur für ein paar Minuten, dann geht’s wieder ab. Wenn es wenigstens schöne Musik wäre! Na andere Länder, andere Geschmäcker. Ist ja auch eigentlich gut so.

Ich beobachte die Thais: Sie essen im Bus und schmeißen dann doc
h tatsächlich den Müll einfach aus dem Fenster. Umweltschutz gibt’s hier wohl nicht. Letztens sah ich, wie eine Thaifrau ihren Joghurtbecher vom Boot ins Meer schmiss. Angeblich wirft sogar der Reinigungsdienst in den Zügen den Abfall einfach aus dem fahrenden Zug.

Nach 2 Stunden und 1 x Umsteigen kommen wir in Kurraburi an. Von dort aus wollen wir nach dem Visa Run auf die Surin Inseln. Heute übernachten wir hier, checken schon mal alles für die Surin Inseln, bevor wir morgen den Visa Run erledigen wollen.

Durch die Travelagency Mr. Tom buchen wir ne billige Unterkunft. Hey, freuen wir uns, so billig haben wir in
Thailand noch nie geschlafen. Kein Wunder, wie sich später rausstellt. Licht funktioniert nicht. Der TV im Zimmer schon gar nicht. Es gibt nur ein altes Lacken bedruckt mit Teddybären auf den Betten und diese Laken sind garantiert noch nie gewaschen worden. Sie werden, wie sich später rausstellt, nur zum Lüften rausgehängt. Der Thai neben uns rotzt den ganzen Tag und nachts kotzt er zur Abwechslung ins Klo. Ach oder er geht zur Nachbarin, um zu f… (Piep), und das in einer extremen Lautstärke. Dann steigt noch irgendso ein undefinierbares Riesenviech bei uns ein. Die Thai Frau, die hinter unserem Zimmer in ihrem Haus lebt, bereitet morgens um 6 Uhr alles für ihren Marktstand vor. Dazu dreht sie aber leider ihren Fernseher voll auf. Micha rennt wutentbrannt in ihr „Wohnzimmer“ und dreht das Ding leiser. Fazit: Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugemacht.

Der Fernseher ist für die Thais DER zentrale Mittelpunkt in ihrem Leben. Und ich dachte, die Amis spinnen in Sachen TV. Aber in Thaila
nd hat wirklich jeder Thai einen Fernseher, am besten einen Plasma TV. Jeder Bus, jeder Kiosk, selbst Straßenstände. Manchmal ist es echt schwer, einfach nur Ruhe zu finden.

Zurück zu unserem Visa-Run. An der Bushaltestelle treffen wir zum Glück 2 Franzosen, die diesen Run schon
mal gemacht haben, also hängen uns an deren Fersen. Für das Visa benötigen wir jeder 10 US Dollar. Aber da die Regierung irgendeinen Deal mit den Banken an der Grenze hat, wechselt uns keine Bank Geld. Wir waren bei 7 Banken – keine Chance. Wenn ich denn gleich 100 Dollar wechseln würde, dann könne man mir helfen. Die spinnen doch! Also blieb mir nichts anderes übrig, als das Visum mit thailändischen Bahrt zu zahlen, was jedoch mehr kostet.

Was dann folgte, glich einer extremen Anstrengung. Hier einige
Schlagworte. Mit dem lauten Taxi ging es zum Pier, dann Handeln, Pässe kopieren, Geld versuchen auf dem Boot zu tauschen. Wieder Handeln. Zum Immigration Office. Dann aufs Boot. Alle paar Minuten wollte der Bootsführer unseren Pass oder die Kopie haben, um sie an Checkpointstellen (wo Soldaten warteten) diese in Empfang nahmen, dann aufs Boot kamen und unser Gepäck durchsuchten. Weiter gings. Irgendwann sind wir dann mit dem Boot in praller Hitze ohne Getränk auf der Myamar Seite gelandet. Dort ging es zu wie an einem Basar. Egal, schnell die Leute abwimmeln und schnurstracks zum Immigration Office. Reisepass abgeben. Foto machen. Unterlagen ausfüllen. Stempel bekommen. Zurück durch die ganzen Schlepper, die dir Drogen oder Viagra andrehen wollen (auch Kinder fragen dich) und ab ins Boot. In praller Hitze warten bis es losgeht. Dann die ganze Tourtour zurück. Insgesamt dauerte die ganze Aktion 10 Stunden. Die drückende Hitze. Die extreme Lautstärke. Der Flüssigkeitsmangel. Die Serpentinen. Die große Schlafmangel. Und fast kotze ich in den Bus. Noch 2 Minuten weiter und ich wäre ausgestiegen. Nun, liege ich an der Straße im Gras. Kreislauf-Kollaps. Ich schaffe es aber noch in unsere „tolle“ Hütte und verlasse den Raum bis zum nächsten Morgen nicht mehr. Wir ändern unsere Pläne. Surin Inseln sind geknickt. Wir fahren zurück nach Khao Lak und suchen uns ein ganz tolles Hotel. Aber hey, wir haben unser Visa und ein einmaliges Abenteuer hinter uns!

Eine Busfahrt, die ist lustig… - Mit dem „Discobus“ nach Khao Lak


Wir ließen das thailändische Ballermann hinter uns… Von Phi Phi aus ging es mit der Fähre Richtung Phuket (hab die Zeit schön auf dem Sonnendeck genossen) und von dort aus mit einem Bus direkt nach Khao Lak. Zum Glück mussten wir nicht lange warten. Reisen wird einem in Thailand echt einfach gemacht. Man findet schnell den passenden Bus und günstig ist die Fahrt auch noch. Für die anderthalb Stunden nach Khao Lak zahlen wir jeder 90 Baht (knapp 2 Euro).


Billig heißt aber nicht unbedingt gut: Das Busfahren ist in Thailand eine gewöhnungsbedürftige Sache. Das Ganze erinnert eher an eine Discofahrt. Jeder Bus hat einen Fernseher drin, der ununterbrochen in einer Discolautstärke aufgedreht ist. Die vielen Boxen in den Bussen tun ihr übriges dazu. Wir, die zwei Ohrproblem-Kinder sitzen also als einzige Europäer zwischen den Thais und den fetten Boxen. versuchen mit unseren Kopfhörern das Ganze erträglicher zu machen. Wir fragten den Busfahrer, ob er die Musik (Thai-Pop) vielleicht etwas leiser machen könne. Für zwei Minuten taten sie das auch. Ich analysier in der Zwischenzeit die Thai-Musik Videos, die sie auf den Fernsehern zeigen. Die Frauen sind verhüllter und komischerweise stehen sie immer rechts im Bild. Wirklich spannend ist das nicht. Aber ich frage mich langsam, wie die Thais diese extreme Lautstärke nur aushalten? Überall Beschallung auf voller Dröhnung? Ob du im Kiosk einkaufen gehst, in den Supermarkt, in die Apotheke, im Restaurant, im Bus. Die drehen schon um 6 Uhr morgens direkt ihren Fernseher oder ihr Radio auf maximale Lautstärke. Ich merke, dass Ruhe wirklich ein selten gewordenes Gut geworden ist!


Ankunft Khao Lak, besser gesagt die Ortschaft Bang Niang. Der Ort selber hat nicht viel zu bieten. Aber das macht uns gar nix. Wir freuen uns Jörg zu sehen, mal wieder ein bekanntes Gesicht nach all der Zeit. Netterweise hat er uns schon eine Unterkunft besorgt, mit Klima, TV und warmer Dusche! Luxus für uns! Am Abend gibt’s lecker Fisch und am nächsten Abend lecker marokkanisches Buffet (oder was war es noch?) – hab ich noch nie gegessen, aber das war ne coole Idee. Danke dir, Jörg!


Khao Lak war damals vom Tsunamie eines der ersten betroffenden thailändischen Orte. Viele tausend Menschen

starben, viele gelten noch immer als vermisst. Es ist schon erschreckend, wenn man die Markierungen sieht, wie hoch das Wasser stand, oder die Ruinen der Häuser sieht. Oder ein Polizeischiff sieht, dass etwa 1,5 Kilometer im Landesinneren liegt - von der Wucht der Welle so weit hinaus getragen worden.



Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Mofa rum, hielten wieder an den typischen "Tankstellen", fanden Riesen-Bananen, tranken Shakes, erkundeten die Strände... und fanden sogar ein ganz süßes Café mit richtigem Café aus der Maschine.

Micha am "The Beach" ...

... auf der Suche nach Leonardo di Caprio




Voll, voller, Phi Phi - Der thailändische Ballermann


All unsere Erwartungen traten ein. Phi Phi ist kein lohnenswertes Reiseziel. Aber wenn man sich das Ganze eher wie einen Film betrachtet, ist es ok. Wer Party, Alkohol und Sex möchte, ist hier genau richtig. Halt der thailändische Ballermann. Wäre eine Fähre noch am selben Tag weiter nach Phuket gefahren, wir wären wohl direkt weitergereist. Aber so suchten wir uns eine relativ ruhige Unterkunft und genossen dann doch ein wenig die Möglichkeit, mal wieder Souveniers shoppen zu können. Und wir genossen, das faulige Wasser unserer grandiosen Dusche. Das war wirklich widerlich!

Eigentlich schade, dass diese Insel zu voll ist. Denn die Natur ist wirklich unglaublich schön. Nur diese Massenansammlung der Booten zerstört das traumhafte Bild. Die Insel wurde nach dem Tsunami einfach ganz schnell wieder aufgebaut, ohne ein klares Konzept.

Micha tut sich am nächsten Tag noch eine Tour zu berühmten Maya Bay an, die nach dem Film „The Beach“ mit Leonardo di Capri berühmt geworden ist. Aber ehrlich gesagt, seht selbst. Mindestens 50 Boote am Strand und keine Möglichkeit zu schwimmen... Findet ihr so was schön?


Während Micha auf dem Tourboot war, schaute ich mir einige Japaner und Thais an, die auf der Insel ankamen und sich mit Europäern ablichten ließen – fürs Fotoalbum. Auch ich musste dran glauben. Und ich dachte erst, ich solle ein Foto von denen machen. Dann stellte sich die Thaifrau neben mich und ihre Freundin drückte auf den Auslöser. Schon lustig…

Doch es gibt auch noch Positives zu berichten: Abends haben wir ne nette Fress-Ecke gefunden, wo jeder Backpacker auf nem Stück Papier seinen Senf zum Essen ablassen konnte. Aber das Essen war wirklich toll!


Nach 2 Nächten schipperten wir weiter nach Phuket und von dort aus wollen wir mit dem Bus nach Khao Lak, wo wir Jörg treffen.

Das kackende Kind zum Frühstück

Jo, wir haben unsere Koffer gepackt. Weiter geht’s mit unserem heißgeliebten, ohrenbetäubenden, „ich fahre nie ohne Kopfhörer“- Longtail Boot Richtung Festland. Ohne konkretes Ziel steigen wir ein. Denn unsere Reiserouten ändern sich stündlich.


Aber erst einmal mussten wir uns von ein paar englischen Touris erholen. Ich sag nur soviel: die Männer alle tätowiert und oben ohne beim Frühstück (leider nicht auf dem Foto) Braucht ihr mehr Details? Und ich dachte ich seh nicht richtig, als das kleine Kind direkt am Frühstückstisch in sein „Töpfchen“ kackt und Papa sich daneben das Toastbrot reinschiebt und das Kind dann für seinen Haufen lobt. Bin wohl doch noch nicht bereit für Kinder, was?

Aber diese Touris waren schon was

Besonderes. Sie benahmen sich, als hätten sie die ganze Insel für sich gebucht. Nicht nur, dass sie abends im Restaurant die letzten waren (Anmerkung: unser Zimmer lag direkt gegenüber vom Restaurant), nein sie waren morgens um 7 auch die ersten am Frühstückstisch. Danke, mein Schlaf war damit um 7 Uhr in der früh zuende.


Etwas genervt von diesen Touristen stiegen wir glücklich in unser Boot ein. Froh, dass wir solch nervenden Leute hinter uns lassen. Aber "hinter uns" war das richtige Stichwort, denn wer stieg mir uns ins Boot, um ebenfalls abzureisen? Genau die Briten. Sie steigen

samt Gepäck und kackendem Kind in unser Boot ein. Und während der gesamten Bootsfahrt versuchten sie ihre Unterhaltung in einer Lautstärke zu führen, die nicht mehr normal war. Und als ob das nicht schon genug Strafe für uns gewesen wäre, stiegen sie am Festland auch noch in dengleichen Minibus Richtung Trang.Also teilten wir unsere Reiseroute noch mal für einige Stunden.


Na ja, von solchen Geschichten lebt ja unsere Reise und unser kleines Abenteuer. In Trang entscheiden wir uns Richtung Norden weiterzureisen, dann könnten wir in den nächsten Tagen noch Jörg, einen Freund von meinem Bruder, in Khao Lak treffen. Duesseldorf meets in Thailand.Schnell noch im ströhmenden Regen einen kleinen Happen gegessen... und schon gehts los.


Von Trang aus nehmen wir uns ein Taxi und sind nach ca. 2 stunden in Krabi, von wo aus wir die Fähre nach Phi Phi nehmen, die auch noch mal 1,5 Stunden dauert. Also sind wir den kompletten Tag wieder auf den Beinen.

Wir sind gespannt, was Phi Phi zu bieten hat. Denn gehört haben wir nur schlechtes. Aber nach den einsamen Inseln wollte ich mal wieder etwas „Ausgehmöglichkeiten“ haben (mal einen Supermarkt oder nen Kiosk) und Phi Phi liegt sowieso auf unserem Weg. Also Zivilisation - wir kommen!

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