Waehrend es an der Sunshine Coast noerdlich von Brisbane eher ruhig war, ist die Gold-Coast suedlich von Brisbane ein Anziehungspunkt fuer viele Touristen. Besonders im Dezember, in der Ferienzeit in Australien. Hier hat der Otto-Normal Verbraucher alles, was das Herz begehrt. Uns ist es hier ein wenig zu touristisch und zu voll. Der schmale Kuestenstreifen ist voller Nachtclubs, Hotels, Apartments und billiger Touri-Laeden. Aber auch viele Leute aus dem Landesinneren machen hier Urlaub, um einmal ans Meer zu kommen. Wir mochten die Sunshine Coast lieber, vor allem hatte man dort mehr Ruhe, mehr Natur und schoenere Meeresfarben.
Aber das windige Klima, die attraktiven Straende (57 km), die ganzen Surfer machen diese Ecke doch wieder interessant. Wir haben uns ein Auto ausgeliehen und fahren von Brisbane aus die Gold Coast entlang. Von Surfers Paradise, ueber Coolangatta mit den tollen Surfspots, durch ein paar kleine, landschaftlich sehr schoene Orte im Landesinneren, bis hin nach Byron Bay. Byron Bay ist die Hippie Stadt, die keine Hotelbunker haben moechte und auch keine Fast-Food Ketten hat. Die Buerger der Stadt wehren sich wirklich gegen all diese Bebauungen - bis jetzt mit Erfolg. Die Stadt ist sympathisch und persoenlich. Wir haben hier Lexy und Lena aus HH wiedergetroffen, die wir in Arlie Beach kennen gelernt hatten. Ansonsten haben wir einen Ausflug zum Leuchtturm gemacht, dem oestlichsten Punkt Australiens! Und dem sonntaeglichen Hippie-Markt einen Besuch abgestattet.
Mit den Unterkuenften ist es derzeit mehr als schwierig. Da Hochsaison ist, ist alles ausgebucht oder unverschaemt ueberteuert. Fuer ein Hostelzimmer zahlen wir derzeit doppelt so viel wie in Cairns. Da ich mal eine Verschnaufspause von dem taeglichen Hostelsuchen brauchte, haben wir uns einfach fuer 3 Tage in einem Hotel in Surfers Paradise eingebunkert. Ich geniesse meine private Dusche, die ich mit niemandem ausser Micha teilen muss. Und wir haben im Hotelzimmer einen Fernseher!!! Jipiii!
Briefkasten im Tante Emma Laden: Also auf dem Lande, oder wie man hier auch sagt "Bush" gibt es bekanntlich kleine Doerfer mit wenigen Einwohnern. Und da nicht jeder Haushalt einen Briefkasten hat oder es sich nicht lohnt taeglich einen Postboten zu den einzelnen Haeusern rauszuschicken gibt es hier eine praktische Erfindung. Vor Eungella hat jeder seinen eigenen Briefkasten im Tante Emma Laden im Dorf. (siehe Foto).
Gefuellte Tankstellen: Und weiter durchs Landesinnere haben wir eine Tankstelle entdeckt, die mehr verkauft als nur Sprit. Zwischen alten Elvis Platten findet man antike Telefone und silberne Loeffel, von denen ich zwei gekauft habe.
Santa is in the supermarket: Und in den Supermaerkten gibt es zu Weihnachten immer einen ganz besonderen Service fuer Kinder. Die Kleinen duerfen sich mit Santa Claus ablichten lassen, auf einem ganz schrecklich haesslichen Sessel, der schon wieder Kultcharakter hat. Ich habe mich nach Einbruch der Dunkelheit einfach mal schnell auf Santas Sessel gesetzt. Bis der Waechter kam und wir lieber gehen sollten... .
Christmas in Town: Auch hier werden Haeuser, Kirchen oder City Halls weihnachtlich geschmueckt. Das sieht wirklich toll aus bei Nacht. Bei Tag ist das allerdings komisch, wenn da ein Weihnachtsbaum neben einer Palme steht.
Haarige Zoo-Mitarbeiter: Manchmal leben Zoo-Mitarbeiter wohl zu lange im Kaefig, und treffen nie auf ihren Friseur. Vielleicht ist es auch eine Art Tarnung wie in der Tierwelt ueblich. Dieses lustige Exemplar habe ich vor der Fotoaufnahme extra um Erlaubnis gefragt, ob ich ES ablichten darf. Also keine Rechte am eigenen Bild verletzt... . Sehr lustiger Typ gewesen. Den habe ich im Tropical Zoo Cairns im Kanguruh Gehege angetroffen. Der sass wie versteinert die ganze Zeit rum, cooler Job. Und auch Micha hat hier neue Freunde gefunden, wie das Foto beweist... .
Wir wuenschen Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!! Da wir noch nicht wirklich in Weihnachtsstimmung sind, haben wir eine kleine Fotosession gemacht, als wir auf den Whitesunday Islands waren. Die Session war sehr lustig, aber ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass Weihnachten vor der Tuer steht. Egal, merry Christmas!
Wir werden Weihnachten (24.12.) in Surfers Paradise sein. Wollen auf den Q1, dem hoechsten Tower Australiens. Da ein Sturm kommen soll, wird es sicherlich spannend die Blitze von dort oben zu sehen.
In Australien wird ja erst am 25.12. gefeiert. An dem Tag sitzen wir im Flieger auf dem Weg nach Melbourne. Dort wohnt Dave, ein alter Freund von Micha. Und in Melbourne, im Sueden Australiens werden wir wohl auch den Sommer vermissen. Ja, fuer uns sind 17 Grad tagsueber und 10 Grad abends sehr kalt... Luxus-Probleme, aber ich werde mir definitiv eine Jacke kaufen muessen. Und herzlichen Glueckwunsch an Michas Mama Annemarie, die am 24.12. Geburtstag hat. Alles Gute zum Geburtstag wuenschen wir dir!
Wir haben unseren Camper abgegeben. Laut Mietgesellschaft hätten wir ihn schon gestern abgeben sollen, huch?! Na ja, haben wir alles geregelt.
Wir haben in einem kleinen, gemütlichen Hostel in Brisbane eingecheckt. Leider sind die Hostels hier um einiges teurer als in Cairns. Wie lange wir in dieser Metropole, der drittgrößten Stadt des Kontinents und der Hauptstadt von Queensland bleiben, wissen wir noch nicht. Aber ein erster Bummel durch die Straßen zeigt uns, dass diese Stadt um einiges größer ist, als die Städte, die wir in den letzten Wochen gesehen haben. Hochhäuser reihen sich nebeneinander, 1,6 Mio Einwohner tummeln sich in der Sonnenschein-Metropole. Die Stadt bietet eine Mischung aus Unterhaltung, Sehenswürdigkeiten und Ökonomie. Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt für Reisende oder auch eine idealer Endpunkt für Reisen entlang der Ostküste – jedenfalls für uns.
Unsere Zeit im Camper war toll, einmalig und ich möchte sie nie missen! Aber jetzt wieder ein Bett zu haben ist auch gut ;-)
Nach so vielen erlebnisreichen Tagen brauchten wir eine Verschnaufspause und die haben wir uns in Noosa gegönnt. Noosa besteht aus mehreren Orten – von chick bis chillig, gibt es hier alles. Und vor allem tolle
Sandstrände. Mit meiner polarisierenden neuen Brille sieht das Meer noch viel blauer aus und die Berge und Bäume um eines grüner. Ich genoss also die neuen
Farben und das Beachgefühl.
Unser letzter Tag im Camper
Den letzten Tag fuhren wir noch mal an einigen schönen Stränden entlang
(Sunshine Beach, Collum Beach),
bevor wir noch einen interessanten
Erfahrungsaustausch mit einem australischen Bäcker hatten. Denn die Brötchen und auch das Brot hier in Australien sind echt Mist, total wabbelig. Nach einem knusprigen Brötchen sucht man hier vergebens. Der Bäcker erklärte uns, dass die Australier das nicht kaufen würden. Aber er gab uns den Tipp, dass es ein paar Meter weiter eine Bäckerei gäbe, in dem ein deutscher Bäcker arbeite. Uhi, da mussten wir hin. Leider war alles ausverkauft, aber angeblich backen sie sogar Laugenbretzel. Oh wie gerne hätten wir die gehabt! Das Essen in Australien ist sehr einseitig. Wir ernähren uns von Müsli, Burgern, Pommes und sonstigem Fleisch. Ich hab in einem Supermarkt letztens Pumpernickelbrot gefunden und hab mich wie ein Kleinkind gefreut.
Am Nachmittag verließen wir die Küste, Richtung der Glasshouse Mountains. Wir wollten noch mal eine letzte Nacht in der Nähe von Bergen schlafen. Und diese Berge boten uns ein schönes letztes Fotomotiv mit einem herrlichen Sonnenuntergang.
Am nächsten Morgen ging es um 6 Uhr in der Früh zum Ort Tin Cay Bay, wo ab 7.30 Uhr im Hafen freilebende Delfine gefüttert werden, wenn sie denn da sind. Sie waren da und ich konnte sie kurz anfassen. TOLL!!!
Unser letzten großes Ziel vor Brisbane: Die größte Sandinsel der Welt. Eigentlich wollten wir sie mit einem eigenen 4Wheel-Jeep erkunden. Aber leider liefen die Planungen nicht wie gewollt, wir fanden keine Leute, um den Wagen zu viert zu mieten. Und zu zweit war es mit ca. 500 Dollar (250 Euro) für einen Tag zu teuer. Also buchten wir kurz vor knapp die letzten 2 Plätze auf einer Tagestour von Rainbow Beach, statt von Hervey Bay, wo es eigentlich auf die Insel geht.
Ein wenig traurig über die Tatsache, dass wir nicht selber mit dem Jeep durch den Sand cruisen konnten, stiegen wir am nächsten Morgen in den Geländebus. Und die Fahrt war alles andere als ruhig. Ich sag nur so viel, der Junge vor uns hat im hohen Bogen gekotzt, was fürchterlich stank, so dass das Mädel neben mir sich auch nur noch den Mund zuhielt. Und das Mädel neben dem Tourguide ist aus ihrem Sitz geflogen und wirklich wie im Film auf dem Sitz des Fahrers gelandet.
Die Tour war für eine Tagestour doch noch lustig. Vor allem Tourguide Marc hatte krasse Sprüche drauf und einen genauso markanten Fahrstil. Mit knapp 100 km/h preschte er durchs Gelände. Mir war wirklich übel auf der Rückfahrt. Insgesamt haben wir viele Stops gehabt, mehr als andere Tagestouren: Entlang des 75 Meilen Beach zum Ort Eurong, wo wir kurz Muffins gefrühstückt haben, dann zum rostigen Schiffswrack oder eher gesagt Skelett „Maheno Wreck“, das 1935 gestrandet ist. Dann zu den Pinnacles, die bunt schimmernden Sandformationen. Dort haben wir uns spontan für einen 20minüten Flug über Fraser Island entschlossen (für nur 35 Euro!), bevor es weiter ging zum absolut glasklaren Fluss Eli Creek. Dann schnelles Mittagessen, das uns wirklich bei der wackeligen Fahrt zum Central Station im Magen lag. An dieser Station haben wir einen Walk durch den Regenwald gemacht. Und zum Abschluss des Tages gab es das Beste: Der Lake McKenzie. Weisser Sand umgibt den kristallklaren See, eine paradiesische Fotokulisse. Nur leider etwas zu viele Touris dort.
Nach der Tour haben wir zurück auf dem Festland noch einen Cafe mit zwei Deutschen getrunken. Die beiden Geschwister Anna und Hermann leben in der Nähe von Sydney. Es ist schon krass, wie viele Deutsche man hier trifft. Ob Backpacker oder Auswanderer, oder solche mit deutschen Hintergrund.
Zum Sonnenuntergang gingen wir noch schnell zu einer fantastischen Düne in Rainbow Beach. Ein wunderschöner Ort,den ich gerne noch mal besuchen würde. Vor allem, weil nach Sonnenuntergang der Mond (fast Vollmond) so hell schien, dass man gar keine Taschenlampe brauchte. Die Fotos, die Micha gemacht hat, sind wirklich bei Mondschein aufgenommen – natürlich mit einer langen Belichtungszeit, wie man sieht. Wer genau hinsieht, erkennt Sterne.
Im kleinen Ort Childers hatte es im Jahr 2000 einen verheerenden Brand gegeben, bei dem 15 Touristen starben. Das alte Hostel wurde renoviert und wird heute als Tourinfo benutzt. Die Familien der Toten haben ein tolles, sehr emotionales Denkmal für die Toten gemacht, mit Fotos und persönlichen Briefen. Hört sich vielleicht sensationsgeil an, aber ich wollte mir das Denkmal anschauen. Komisch, dass eine Stadt durch ein trauriges Ereignis berühmt wird und das Ganze dann auch noch schlussendlich etwas Positives hat: Durch den Tourismus kann die Stadt überleben und sogar wachsen.
Übrigens ist hier das Benzin viiiieeeel günstiger als in Deutschland (siehe Foto als Beweis).
Und das zweite Foto ist einfach mal zwischendurch aufgenommen. Ich weiss gar nciht mehr genau in welcher Stadt. Aber damit ihr mal einen Eindruck von den Städten bekommt, habe ich es hier mit reingesetzt.
Eigentlich wollten wir heute am Strand von Mon Repos die Schildkröten bei der Eiablage beobachten. Doch aufgrund eines Gewitters wurde diese Tour (ja man kann das als Tour buchen) gecancelt. Nach dem Gewitter gingen wir einfach selber zum Strand und stießen tatsächlich auf eine Schildkröte.Und dann kam noch eine Umwelttruppe, die die Eier der Schildkröten woanders eingräbt, damit sie vor Wind und Wetter geschützt sind. Wir durften dabei helfen! Also musste Micha ein Loch budeln und wir halfen tatsaechlich die Eier (waehrend die Schildkroete sie in IHR Loch budelte) umzugraben. Muss doch komisch fuer das arme Tier sein... Aber es war wirklich ein tolles und vor allem einmaliges Erlebnis.
Am nächsten Tag mussten wir uns noch kurz beim Campingplatz beschweren, weil wir weder einen Schlüssel für das Klo bekommen hatten, und morgens um eine unmögliche Zeit die Duschen und Toiletten zum Saubermachen geschlossen waren. Super, wofür zahle ich denn, wenn ich nie aufs Klo kann? Höflich beschwert, Geld zurückbekommen. Und dann ging es noch schnell zur Bundaberg Rum Destillery, wo ich eine kleine Flasche Rum gekauft habe, bevor wir weiter Richtung Süden zogen.
Diesen komischen Namen verdankt das Örtchen James Cook, der 1770 zum ersten Mal den Boden Queenslands hier betreten hatte. Hier und im Nachbardorf Agnes Water geht es alles etwas chilliger zu. Kein Wunder, denn außer einer Tankstelle, einer Minipost, einem Surfshop und einen kleinen Einkaufsladen gibt es hier auch nichts. Ach doch, eine gute Möglichkeit im Nationalpark zu schlafen. Denn das ist ja viel günstiger als auf einem Campingplatz. Hier haben wir auch mit Sabine nachts vergeblich nach einer Schildkröte am Strand gesucht. Um diese Jahreszeit kommen sie an den Strand und legen ihre Eier ab.
Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich eine Tour zu einer weiteren Insel machen, der Lady Musgrave. Aber nachdem ich hörte, dass viele Leute dort seekrank wurden und die Tour nicht gerade günstig war, entschied ich mich dagegen. Man kann immer noch zur Nachbarinsel Lady Elliot fliegen, für nur 35 Euro mehr. Mal schauen, ob wir das in den nächsten Tagen machen. Statt auf die Insel ging es heute an den Strand, obwohl ich ja immer noch Panik schiebe, dass ich im kühlen Nass auf eine giftige Qualle stoße. Micha ist da wagemutiger und prescht mit seinem neuen Holzbord schön am Strand entlang. Mit diesem Bord kann man – ähnlich wie beim skaten – am Strand entlang gleiten. Aber zum Thema Quallen zurück. Am Strand haben wir sogar so durchsichtige Dinger entdeckt. Micha meinte noch, dass man die Körper der Quallen anfassen könne, nur nicht die Tentakeln. Das erschien mir falsch und ich fragte kurzerhand die Lifeguards, die mir zustimmten. Zum Glück waren diese Quallen, die Micha angefasst hatte aber ungefährlich. Was für ein Glück für ihn!
Queensland hat so viele Inseln, dass es wirklich schwer war eine Auswahl zu treffen. Welche besuchen wir, welche ist günstig, wo kann man gut schnorcheln? Wir entschieden uns für einen Trip zu den Great Keppel Islands vor dem kleinen Ort Yeppoon. Diese Inseln sind weniger bekannt und daher günstiger, vor allem zur Zeit, weil auf der Insel so gut wie nix ist. Super denken wir! Mit der Fähre ging es rüber, dort checkten wir erst mal das einzige Cafe, das gleichzeitig auch ein Klamottenladen war. Bescheuert was? Da fahren wir auf ne Insel und stehen erst mal ne halbe Stunde im Klamottenladen. Und ich hätte auch noch fast ne Short gekauft. Nein, denke ich, jetzt ab zum schnorcheln! Noch mal Glück gehabt, fast hätte die Kaufsucht vor der Abenteuerlust gesiegt. Dann haben wir uns doch schnell Schnorchelequipment ausgeliehen und nach einem etwa 30 minütigen Marsch landeten wir an einem herrlichen Strand, wo außer uns nur eine Handvoll Leute waren. Und das Schnorcheln war echt gut, ich hab sogar ne Schildkröte entdeckt. Und wir sind ein Stückchen mit ihr geschwommen!!!!Micha hat sie sogar angefasst.
Ein bisschen Wehmütig haben wir am späten Nachmittag die Insel verlassen. Ein wirklich toller Ort, und am liebsten hätten wir auch dort in dem Hostel übernachtet. Derzeit ist die Insel sehr einsam, da es einen Baustop gibt, was das Ganze sehr angenehm macht.
Katamaran-Tour
Wieder an Land hatten wir eine tolle schicksalshafte Begegnung. Micha wollte im Yachthafennach Segeltouren fragen. Und dabei lernte er Hans aus Holland und Diana aus Australien kennen. Das junggebliebene Ehepaar um die 60 lebt auf ihrem selbstgebauten (!) Katamaran und das seit 14 Jahren. Auf diesem Boot (17 Meter lang) bieten sie Touren an, sehr viel günstiger als die großen Touren und sehr viel persönlicher! Um am folgenden Tag auf See zu stechen fehlten ihnen noch 2 Personen, denn erst ab einer Mindestanzahl von 4 Personen schippern sie aus dem Hafen. Wir sagten spontan zu. Und sollten am nächsten unseren besten Tag in Australien erleben!
Außer zwei Iren und uns gab es keine weiteren Touris auf dem großen Katamaran. Wir schnorchelten an den schönsten Spots rund um die gesamten Great Keppel Islands. Hans erklärte uns das Boot, wie sie es erfunden und gebaut haben. Diana versorgte uns den ganzen Tag mit Leckereien und zeigte uns die besten Schnorchelecken. Wir sahen Schildkröten, riesige bunte Fische, Schlangen, einen kleinen Hai, Seegurken (genannt Seapenis). Wir hielten sogar an einem stillgelegten Unter-Wasser Observatorium. Einmalig riesige Fische! Einer war mit Sicherheit an die 2 Meter lang. Dann fing Hans noch einen Fisch und zerlegte ihn sofort in seine Einzelteile. Und gleichzeitig sahen wir weit draußen noch ein paar Delphine. Was will man mehr? Ich legte mich vorne ins Netz des Katamarans und genoss jeden Augenblick! Und vor allem, dass ich nicht seekrank geworden bin ;-) Hier beschloss ich meinen Aufenthalt definitiv zu verlängern.
Nachdem wir von den Lavatunneln im Landesinneren ein wenig enttäuscht waren, war diese Höhle bei Rockhampton um einiges besser. Vielleicht lag es auch an der äußerst lustigen Tour-Frau, die einen wirklich trockenen Humor hatte. Das fällt mir hier sowieso immer wieder auf: Die Touren stehen und fallen mit den Guides.
Schon auf dem Parkplatz der Capricorn Caves, dieser Tropfsteinhöhle, begrüßten uns ca. 6 sehr zahme Kanguruhs. Micha versuchte sie mit einer Banane zu füttern, aber ich denke, sie standen nicht so auf Obst.
Die Tour war auf alle Fälle sehr empfehlenswert. Wir waren passend zur 11 Uhr Tour da, denn dann strahlte das Sonnenlicht senkrecht in die Höhle und warf ein wunderschönes Licht rein. Es gibt in dieser Höhle sogar eine Kirche, wo man heiraten kann. Diese Australier lassen sich doch immer was einfallen... .(Fotos folgen)
Fast hätten wir ihn vergessen, den 1. Advent. Einen Adventskalendar hatte ich zwar schon besorgt, aber das Kläppchen darf ja erst am 1. Dezember geöffnet werden. So hatte ich doch fast den 1. Avent am letzten Sonntag im November vergessen. Aber nur fast….Wir haben an einem der schönsten Campingplätze bis dato übernachtet. Im Eungella Nationalpark (ausgesprochen Jangalla) auf 500 m Höhe mit einer herrlichen Aussicht auf Wälder, Täler etc. Und genau hier habe ich übrigens eure Weihnachtskarten geschrieben (siehe Fotos)!
Der Park ist bekannt für seine Schnabeltiere und genau diese kleinen Entenähnlichen Tiere wollten wir zu Gesicht bekommen. Man sagte uns, die beste Zeit sei zwischen 15 und 19 Uhr. Tja, und was soll ich sagen, wir haben laaaaangggeeee gewartet. Kein Wunder, wenn mehrere Kinder am
Fluss stehen und lauthals rufen, da würde ich auch nicht aus meinem Loch rauskommen. Die leben nämlich in
Löchern am Ufer. Zum Glück haben wir Nils und Julia aus Köln kennengelernt. Die beiden reisen genau wie wir rum. Am liebsten hätten wir uns mit nem Kölsch an den doofen Fluss gesetzt
und auf die Vieher gewartet. Micha hatte natürlich Glück. Als er mal Richtung Klo lief, begegnete ihm ein Schnabeltier. Nils und Julia sind nach über 2 Stunden Warterei weitergezogen. Wir blieben noch kurz und tatsächlich sah ich mein erstes Schnabeltier – na zumindest die Shilhouette von weitem.
Aber wir haben zwei lustige Kölner kennen gelernt, mit denen wir seitdem im Kontakt stehen.
Wir sind in Arlie Beach, dem Ausgangspunkt zu den White Sunday Islands gestrandet. Unser günstiger Campingplatz sah vielversprechend aus, da er mal nicht außerhalb der Stadt war, sondern mitten drin. Aber genau das sollte noch zum Alptraum werden in der Nacht. Denn es war „Schoolies“, d.h. fette Schulferien Zeit. Zumindest war der gesamte Campingplatz voller Jugendlicher, die bis tief in die Nacht aktiv waren. Und die Disco am Strand tönte auch sehr lange. Ja wir werden alt. Aber wir mussten ja auch um 6 Uhr aufstehen.
Da das Wetter nicht optimal war und auch für die nächsten Tage keine Besserung in Sicht war, entschieden wir uns für einen Tagestripp zu den angeblich weißesten Stränden Australiens - oder wie manche behaupten - der Welt. Die Tour bestand aus drei Dingen: Schnorcheln auf der Hook-Insel, eine Wanderung zum Hill Lookout und ein Stopp am Whitehaven Beach. Und es war trotz fehlender Sonne toll! Beim Schnorcheln haben wir bunte Korallen gesehen, alle Farben, die man sich vorstellen kann. Und ich hatte sogar einen kleinen gelben Fisch, der mich die ganze Zeit begleitet hat. Wie mir später Nathan, der Tourguide sagte, dachte der Fisch wohl, dass ich ein großer Fisch sei und suchte bei mir Schutz. Am Nachmittag ging es zum Whitehaven Beach und der war wirklich sehr weiß. Leider soll man ja immer mit dem Stinger Suit schwimmen, was die Sache nicht ganz angenehm macht. Bei der Rückfahrt kam sogar noch mal die Sonne raus. Juhu! Ich warte nur auf den Tag, wo man mal einfach so ins Wasser darf, ohne immer einen Schwimmanzug tragen zu müssen.
Ein toller Tag! Und wir ihr seht, waren wir voll in Weihnachtsstimmung und haben schon mal ein paar passende Fotos gemacht. Übrigens waren auch noch andere Leute bei dem Tripp dabei. Micha fotografiert nur immer gerne, dass es so aussieht, wir seien alleine am Strand gewesen. Und er will nie mit auf die Fotos... .
Eine kleine Küstenstadt, wo es nicht viel gibt. Nur unzählige Strände. Aber die Stadt legt nicht viel Wert auf Tourismus, so zumindest der erste Eindruck. Hier wurde z.B. der Kinofilm mit Nicole Kidman gedreht (The Australia) und vor einer Woche gab es hier auch eine Premiere. Aber wenn man die Einheimischen nach Informationen zur Drehset, Drehzeit etc. fragt, wissen die auch nicht viel. Na ja, wir haben zumindest Fotos gemacht und werden uns den Film bald anschauen (Auch Jim, der Aborigini aus Townsville hat uns den Film empfohlen). Vielleicht erkennen wir ja ein paar Locations wieder.
In Bowen einen guten Schlafplatz zu finden, war mal wieder ein Akt für sich. Nach langem Umherirren entschieden wir uns für einen Platz in der Nähe des Strandes, wo es ein Klo gab und ein paar Hundert Meter weiter auch eine Dusche, die von Hafenarbeitern genutzt wird. Doch an Schlafen war nicht zu denken, denn irgendwelche Besoffenen wollten die Nacht zum Tag machen. Schlaftrunken suchten wir nachts einen neuen Schlafplatz und wurden in einer Wohnsiedlung fündig. Doof nur, dass man hier morgens nicht vor dem Wohnwagen auf Klo konnte. Ich glaube, morgen werden wir mal wieder einen Campingplatz nehmen – mit Dusche und Toilette!!!
Wir sind vom Rande des Outbacks zurück an der Küste. Nachdem wir uns Mission Beach, Innisfall und Townsville angeschaut haben, wollen wir heute noch mal ne weitere Insel checken. Hier gibt es echt eine Insel neben der nächsten und es ist schwer die „richtige“ Auswahl zu treffen. Magnetic Island oder „Maggie“ wie die Aussies sie nennen ist nur 8 km entfernt von Townsville. Die Fähren fahren mehrmals täglich, was die ganze Sache relativ entspannt macht. Diese Insel ist ganz anders als Frankland Island, wo wir zuvor waren. Frankland war unbewohnt und Maggie ist eher wie eine Stadt. Nach der Ankunft haben wir uns Schnorchel-Equipment und natürlich wie immer den Stinger-Suit (gegen die Quallen) ausgeliehen und ein paar einsame Strände nach Korallen gecheckt. Doch leider erfolglos. Mir passte die Schnorchel-Maske nicht, daher war nicht weiter an Schnorcheln zu denken. Und Micha hat keine Korallen entdecken können. Na ja, es soll sie hier irgendwo geben… . Aber die Strände waren fantastisch!