Montag, 3. November 2008

Nachtrag: Schlangen und Spinnen bei Nacht

oh, ich muss euch noch von unserem abenteuerlichen Night-Walk im Regenwald erzählen.
Das ist eine geführte Tour durch den Regenwald - wie der Name schon sagt, bei Nacht.
Da ich ja tagsüber vergeblich nach den "wilden" Tieren Australiens Ausschau gehalten hatte, war ich doch sehr neugierig, ob wir mittels eines Guides in der Dunkelheit mehr Erfolg hätten.

Und ich wollte unbedingt Schlangen und Spinnen sehen. Zunächst kontrollierte unser Guide, ob wir auch alle das richtige Schuhwerk anhatten, uns also keine Schlangen in die nackten Waden beißen könnte, dann wurden wir noch mit einer fetten Taschenlampe ausgerüstet. Kurz bevor es losging, musste ich natürlich auf Toilette (war bestimmt die Anspannung). Es gab sogar ein Plumpsklo mitten im Regenwald und der Guide checkte auch netterweise, ob es "Spinnenfrei" war. "No Spiders in there", sagte er noch, während ich die Toilette betrat. Doch leider stimmte sein SAtz nicht ganz. Vielleicht meinte er auch einfach, dass es keine richtig fetten Spinnen dort gab. Aber für mich Europäerin war die Größe der Sechsbeiner schon ungewöhnlich. Augen zu (obwohl es ja ohnehin dunkel war) und durch. Mittels meiner Taschenlampe hielt ich die ganzen Spinnen im Visier des Scheinwerferlichtes, was nicht leicht ist, wenn sie direkt neben einem hängen. Meiner Mutter, die die größte Spinnenphobie aller Zeiten hat, riet ich übrigens von der Toilette ab.

Anschließend konnte es losgehen. Wir mussten dem Guide, der eher aussah wie ein Biologiestudent und weniger wie ein Ranger, alle einzeln in einer Schlange folgen, da der Weg durch den Regenwald für zwei Leute nebeneinander doch zu eng war. Hatte was Gruseliges. Cool war es vor allem, wenn man der Letzte in der Reihe war und hinter sich einfach nur die nackte Dunkelheit im Rücken spürte.

Als erstes begegneten wir einer Schlange, einer Würgeschlange ungefähr 5 Meter lang. Dann noch einigen fetten Spinnen, Krabeltiere, kleinen Wallebies, Reptilien, schlafenden Vögel, und einigen Insekten, die ich in meinem Leben noch nie gesehen hatte. Nach über zwei Stunden war die wirklich lohnenswerte Tour vorbei. Und ich ziehe den Hut vor meiner Mum, die wirklich tapfer durchgehalten hat mit ihrer großen Phobie. Klasse!

Zu erwähnen ist übrigens noch folgendes - lustiges - Detail. Während wir so in der Dunkelheit im Regenwald rumirren auf der Suche nach wilden Tieren, bevorzugte mein Micha es doch eher im Camper zu bleiben und mitten im Regenwald Playstation zu spielen.

Fotos von dieser Tour werden nachgereicht.
See you!

Samstag, 1. November 2008

Besuch aus der Heimat!!!

Endlich war es soweit! Meine Familie aus Deutschland ist gelandet und wir reisen zusammen mit einem Camper rum. Auch wenn es manchmal schwer ist mit 5 Erwachsenen in einem Camper zu reisen, ist es eine einmalige und tolle Reise. Und ich wünschte, ich könnte die Zeit anhalten... .

Hier eine kleine Fotoreihe der gemeinsamen Zeit.
In einem unserer Hostels haben wir für alle einen Barbeque-Abend gemacht. Lecker!!!

Da meine Brüder begeisterte Taucher sind, waren wir alle zusammen am Great Barrier Reef. Meine Brüder tauchen und Micha und ich schnorcheln. Ein netter Guide names John hat mir schöne Ecken am Reef gezeigt und mich noch in ein paar Grundregeln des Schnorchelns eingeführt. Tolle bunte Fische und sogar einen blauen Seestern hab ich gesehen. Übrigens muss man dem ultrablauen, hautengen Schnorchelanzug (siehe Foto) besonderem Augenmerk schenken. Damit liefen fast 95% auf dem Schiff rum, was eher an eine Schlümpfe Kompanie erinnerte, als an Schnorchler. Aber es hält feurige Quallen ab, also rein in das Gummiding... . Anschließend hat mir meine Mama einen Helikopter-Flug übers wunderschöne Reef geschenkt. Und pünktlich dazu kam auch die Sonne raus! Es war einmalig! Danke Mama!










Dann haben wir einen Tagesausflug nach Kuranda gemacht, einer kleinen Stadt in den Bergen mit einem tollen Wasserfall und vielen süssen Geschäften und Parks mit all den Tieren, die ich bis dato leider noch nicht in der freien Natur gesehen hatte (Koalas, Kangoroos, Krokodile, Schmetterlinge, etc.). Früh morgens ging es los und zwar mit dem Nostalgie-Zug durch die schöne Landschaft. Wir saßen in der Gold-Class (wie First Class), wo es Champagner und Frühstück gab. Herrlich für uns Backpacker! Abends sind wir mit der Skyrail, einer Bahn, die direkt über Regenwald-Bäume fährt, zurückgefahren.










Da die ganze Reise die Geburtstagsreise meiner Mama war, wollte ich noch was Besonders für sie finden. Im Lonely Planet entdeckte ich, dass man im Regenwald einen eigenen Baum pflanzen kann. Wer hat schon einen eigenen Regenwaldbaum??? Wir jetzt! Der Ranger, mit dem wir das gemacht haben war einmalig. Golly sah nicht nur aus wie ein Pirat, er war wirklich einer. Wusste gar nicht, dass es friedliche Piraten gibt? Sein Zuhause und seine Rang hättet ihr sehen müssen. Das kann ich leider nicht in Worte fassen. Ein unglaublicher Mensch! Er hat uns nachher noch in die Früchtewelt des Regenwaldes eingeweiht. Ist mit uns rumgefahren und hat uns ständig irgendwelche Früchte von Bäumen zu essen gegeben. Keine Ahnung, was ich da gegessen habe, aber es schmeckte! Auch wenn man anfangs doch skeptich war, ob der Pirat wirklich so harmlos ist ;-) Am Nachmittag gab er uns sein Auto und zeigte uns "the best Swimming Hall" im Regenwald. Ein einsamer Fluss mit glasklarem Wasser und angeblich keinen Krokodilen. Das haben wir einfach mal geglaubt und sind ins sehr kühle Nass gesprungen. Dort haben wir auch die einmalige Begegnung mit einem Cassowary gemacht. Der Vogel kann bis zu 2 Meter groß werden und gelegentlich auch dem Menschen gegenüber gefährlich werden. Mit seinen großen Füssen kann er den Körper des Menschen aufschlitzen. Nachdem wir ihn eine Zeit beobachtet haben, er aber dann leider immer näher auf uns zukam, sind wir doch Richtung Auto geflüchtet. Und wenn ich geflüchtet schreibe, dann meine ich auch genau das. Nur mein Micha wollte ihn wohl noch mal näher sehen und schaffte es noch haarscharf ins Auto. Vielleicht hätte das Vieh auch gar nichts getan, aber ich wollte es nicht drauf ankommen lassen.

Den Geburtstag meine Mami haben wir in der Luft gefeiert. Und zwar im Heißluft-Ballon über den Asterton Tablelands, also übers Outback. Eine herrliche Sache, vor allem, weil es so unglaublich still ist dort oben. Unvergesslich!

Auch sonst hatten wir viel Spaß - ob an gemeinsamen Abenden auf dem Campingplatz, am Strand oder sonst wo. Es war toll und ich war beim Abschied wirklich sehr traurig. Danke, dass ihr hier ward!!!



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