Freitag, 27. März 2009

Koh Kradan - eine weitere Inselperle




Inselhopping ist angesagt. Von Koh Rok sind wir zurück nach Lanta und von dort aus am nächsten Morgen nach Koh Kradan. Auf dem Weg hält das Boot noch zum Schnorcheln bei Koh Hai und anschließend bei Koh Muk an, wo wir mit Rettungswesten (ja das mit der riesigen Weste bin ich!) durch den Emerald Cave schwimmen. Am Ende dieses 80 Meter dunklen Tunnels landet man an einer kleinen Lagune umgeben von steilen Felswänden. Micha hat nur mitten im Tunnel seine Schnorchelmaske verloren. Aber unser erfahrener Schnorchelguide hat sie aus ca. 10 Meter Tiefe wieder hochgeholt.


Auf Koh Kradan haben wir eine kleine Unterkunft am Strand gefunden mit super Matratzen. Also Erholung für unseren Rücken von den harten Brettern. Frühstück, Schnorchelequipment und sogar Kajaks sind im Preis enthalten. Das Meer ist fantastisch, auch wenn es das Ahaerlebnis von Koh Rok nicht überbieten kann. Auf Koh Kradan gibt es schon mehrere Resorts, was auch mal schön ist, aber natürlich nicht diese absolute Stille von Koh Rok überbieten kann. Aber seht selber - toll!!!!

Koh Rok - Gabi mit Fischis

Koh Rok - Unser Thailand Highlight






Wir haben sie endlich gefunden: Unsere weißen Strände mit dem glasklaren Wasser und super Schnorchelmöglichkeiten. Mit einer Tagestour ging es mit dem Speedboot und meinem Ipod zur Insel Koh Rok. 4 herrliche Schnorchelspots und leckeres Essen am Strand. Und riesige Varane, die dort in freier Wildbahn leben und gefüttert werden wollen.

Das Schnorcheln hat uns so gut gefallen, dass wir beschlossen haben, am nächsten Tag noch mal zu kommen und auf der Insel zu bleiben. Das Coole: Die Insel hat nicht viel zu bieten, nur Zelte, Gemeinschafts-Plumpsklos und ein Minirestaurant mit ca. 4 Reisgerichten. Herrliche Stille dachten wir…

Da leider genau bei unserer Anreise auch 100 jugendliche Thais Party auf dieser Robinson Crusoe Insel machen wollten, haben wir auf das Zelt verzichtet und sind in ein Bungalow gezogen. Sehr basic!!! Wir schlafen auf Holzbrettern. Und dafür wollten die unverschämte 2000 Bht haben, wer zahlt das denn? Dafür würdest du auf dem Festland ein 4 Sternehotel bekommen! Wir haben es auf 500 runtergehandelt. Die versprochene warme Dusche ging nicht. Besser gesagt, die Dusche ging überhaupt nicht. Denn die 100 Thais haben zu viel geduscht (mit einem Wasserschlauch vor unserem Bungalow) und jetzt gibt es kein Wasser mehr auf der Insel. Aber wenn es in der Nacht regnen würde, könnten wir am nächsten Morgen wieder duschen. Aha. Okay, angeblich sollten wir auch zwischen 6 und 10 Uhr abends Strom haben. Aber die Thais hatten vergessen, unseren Schalter anzuschalten… Am nächsten Morgen wollten wir frühstücken. Tja, Toast und Eier waren ausgegangen.


Aber es war die beste Insel, die ich je gesehen habe. Diese Strände und das Wasser – ein Traum!!!! Micha bekam ich meist nicht mehr aus dem Wasser, denn er versuchte immer mit Bananen und altem Brot Fische anzulocken.


Die Thais sind am nächsten Tag abgereist und wir hatten fast alles für uns. Und mit den zwei Deutschen Micha und Toni haben wir wirklich zwei Leute kennen gelernt, die seit Wochen auf dieser Insel leben und ihren Robinson Traum ausleben. Sorry für die vielen Fotos, die jetzt folgen...

Sozialstudien

So jetzt ist es mal wieder Zeit für ein paar Beobachtungen...


Thema Handeln.

Das 1x1 des Handelns ist eine Übungssache. Handeln ist in Thailand eine Sache für sich. Wie schon in Bali muss man hier für alles verhandeln, aber zum Glück weniger nervig als in Bali. Handeln funktioniert hier ungefähr so: Regel Nr. 1: Zunächst machst du dir Gedanken, wie viel du für die Sachen maximal ausgeben willst. Regel Nr. 2: Niemals zu viel Interesse an dem Gegenstand zeigen!!! Das Prozedere: Die Thais sagen dir einen Preis oder tippen ihn in den Taschenrechner (Beispiel: 1000 Bht) und du ziehst ca. 50 Prozent ab (500 Bht), und tippst deinen Preis in den Taschenrechner. Dann raufen sie und schimpfen, dass dein genannter Preis unverschämt ist und er das nicht dafür verkaufen könne. Sie tippen einen neuen Preis rein (900). Du beguckst dir die Ware noch mal und guckst grübelnd, nennst dann einen neuen Preis (600 Bht). Das geht dann immer so weiter, bis man ca. bei 700 oder 800 Bht liegt. Also im Durchschnitt bekommt man die Dinge 25 % günstiger. Natürlich abhängig von der Ware. Gelegentlich auch mehr als 25 Prozent. Regel Nr. 3: Und immer Lachen, dann hast du sie eher auf deiner Seite. Erzähle ihnen wo du herkommst oder wie lange du schon reist und jetzt kein Geld mehr hast.


In der Provinz Krabi urlauben jedoch 80% Schweden und die haben anscheinend keine Lust auf Handeln und zahlen oft den erstgenannten Preis. Daher ist es in dieser Region schwieriger zu handeln. Danke ihr Ikea-Erfinder, ihr Wasabrot Esser! Dabei gehört das Handeln für die Thais zur Kultur.


Übrigens ist es bei den Übernachtungen auch nicht immer einfach. Bungalow ist nicht gleich Bungalow. Die Preisspanne ist wirklich enorm. Wobei das nicht gleich heißt, je teurer desto besser. Also immer erst mal ein paar Übernachtungsmöglichkeiten checken, bevor man sich niederlässt. Hostels mit Gemeinschaftsküche wie in Australien gibt es hier nicht. Davon hab ich auch erst mal die Schnauze voll (immer fehlt es an Besteck oder es ist verbogen, dreckig oder man isst aus einem Topf, weil wie gesagt ein Teller fehlt…) Wenn den Thais ein Teller fehlt, wie letztens beim Essen bei einem Schnorchelausflug, dann geben sie dir schnell ihren eigenen Teller – nur kurz mit ein paar Tropfen Wasser abgespült. Nein Danke!


Thema Verständigung

Lustig ist auch die Verständigung in Thailand. Die meisten Thais sprechen kaum Englisch, auch wenn sie in einem Touri-Restaurant arbeiten. Da bekommt man schon mal ein falsches Gericht oder versucht ihnen mit Händen und Füßen zu erklären, was man essen will. Also am besten auf das Gericht in der Menükarte tippen, damit nix falsches kommt. Micha wurde letztens ein falscher Fisch gebracht, was uns aber nicht aufgefallen ist. Nach ein paar Minuten kam der Kellner, der es wohl bemerkte und fragte, ob wir den anderen Fisch lieber wollen. Am Ende sollte Micha dann beide Gerichte bezahlen. Wo gibt’s denn so was??? Es folgte eine lange, fette Diskussion mit mehreren Thais.

Wenn dich ein Thai nicht versteht, lacht er immer. Lachen gilt hier als etwas, aus jeder Situation rauszukommen. "Mai pen rai" heißt "- Macht doch nichts", sagen sie auch immer. Eine weitere Tatsache in Punkto Verständigung ist ziemlich erschreckend: Das eigene Englisch verschlechtert sich zunehmend. Je einfacher ein Satz, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dich die Thais verstehen. „Want look room.“ Eine typische Thaiantwort, auf die Frage, ob alle Räume gleich sind: „Same same“. Das hört man hier mindestens einmal am Tag. Es gibt schon Tshirts mit den Aufdrucken „Same same, but different“ zu kaufen, so ein Running Gage ist das geworden.


Thema Service

Der Service in den Restaurants ist nicht mit dem Service in Deutschland zu vergleichen. Meist holt man sich selbst die Menükarte vorne ab oder bestellt direkt vorne, sonst kommt keiner. Es kommt auch selten jemand und fragt dich, ob du noch was trinken möchtest. Aber bei anderen Dingen sind sie ganz schnell: Und

zwar falls sie dir doch mal ne Menükarte bringen, bleiben sie direkt bei dir stehen und wollen die Bestellung aufnehmen.


Fragen über Fragen

Auch wenn ich schon zwei Wochen hier bin, kann ich immer noch nicht nachvollziehen, welche Lebensweise die Thais haben. In ihren Geschäftenfinde ich immer wieder einfache Decken, auf denen die ganze Familie schläft und wenn man den Laden betritt, steht halt einer auf und verkauft dir was. Wie können die bloß auf dem Boden schlafen?


Und in jeder Unterkunft finden wir Dinge, die bei uns auf Unverständnis stößt. Warum gibt es Schlösser an den Balkontüren, wenn man sie einfach zur Seite hin öffnen kann – wohlgemerkt im geschlossenen Zustand! Warum schläft man oft auf dreckigen Laken? Und warum gibt es Matratzen, die auf Holzbrettern liegen – aua Rücken.


Oder warum baut man Bungalows direkt neben einen lauten Generator? Da will doch niemand einziehen! Aber

die Thais schreckt das nicht ab. Die sind irgendwie lautempfindlich. Ich glaube, bei denen gilt: je lauter desto besser. Das beweisen ja auch die lauten Auspuffe an den Longtail Booten.

Mittwoch, 25. März 2009

Koh Lanta - Fruchtshakes, fried rice & Fliegen



Mit der Fähre geht’s von Railey direkt nach Kohl Lanta. Die Überfahrt ist echt bequem (Sonnendeck) und dauert nur 2 Stunden. Koh Lanta ist zum Glück relaxter als Railey, keine Longtailboote, die rund um die Uhr einen Höllenlärm veranstalten und weniger Touristen auf einem Fleck. Nur bei der Ankunft fühlt man sich etwas von den Thais genervt, da sie wie Fliegen um einen herum wuscheln und einem ein Taxi oder eine Unterkunft vermitteln wollen. Ein deutsches Pärchen gibt mir einen guten Tipp für eine Übernachtung – das Marina Resort. Saubere, große Bungalows am Ende des Long Beaches mit eigenem Bad (kaltes Wasser wie immer). Der Chef von einem Diveshop fährt uns netterweise dorthin, er hofft natürlich, dass wir in den nächsten Tagen was bei ihm buchen.

Am nächsten Tag lernen wir unsere Bungalow Nachbarn René und Sabrina kennen und kurven den ganzen Tag mit ihnen und unseren runter gehandelten Mofa runter in den Süden der Insel. Auf halben Weg macht deren Mofa schlapp, besser gesagt der Reifen. Also suchen wir jemanden, der kurzerhand den Schlauch wechselt. Um noch zur nächsten „Werkstatt“ zu kommen, quetschen Sabrina, Micha und ich uns auf unser Mofa. Für die Thais ist so was völlig normal, die hocken auch zu viert oder fünft auf einer Maschine. Sven versucht im Schneckentempo zur nächsten Werkstatt zu kommen. Die finden wir auch schnell. Aber der Chef ist gerade beten und das kann lange dauern an einem Freitag. Grrr… Wir essen erst mal was und sind später zurückgekommen. Reifen wieder fertig, und dann ging die Tour weiter. Übrigens war bei unserem Mofa die Tankanzeige defekt, weshalb wir irgendwann zur nächsten Spritmöglichkeit laufen mussten. Das kann dann auch mal einfaches Benzin in Pepsi-Flaschen sein.


Ach ja und ich habe mit einem Elefanten angefreundet… Aber er tat mir so leid, dass ich nach wenigen Minuten lieber wieder runter wollte. In manchen Camps werden diese Tiere nicht gut behandelt.


Apropos Tiere: Während einem in Australien Kanguruhs über den Weg laufen, sind es hier die Affen. Die sind doch tatsächlich klug und fahnden immer nach Essen. Einmal klaute ein Affe in einem Obstladen mehrere Bananen. Ein anderer Affe dagegen, war in einem sehr einfachen nicht artgerechten Käfig gehalten worden.

An die ganzen Straßenstrände in Thailand musste ich mich erst einmal gewöhnen. Mittlerweile macht es mir nicht mehr so viel aus, wenn ich inmitten von Fliegen meinen Fried Rice mit Vegetables esse und unterm Tisch die Hühner mit ihren Küken rumhüpfen. Na ich esse dann lieber nur Reis mit Gemüse… ;-)

Diese kleine Take Away Bar am Straßenrand fanden wir ziemlich originell. Für 99 Baht kannst du dich einfach bedienen. Wie lange die angebrochene Bierflasche allerdings schon da stand, kann dir niemand sagen.




Eigentlich müsste ich mal zum Friseur. Aber ich glaube, ich werde noch ein paar Wochen warten und in Deutschland zu Holger gehen. Aber wer weiss, vielleicht bekäme ich hier ne richtig trendige Friseur?


Insgesamt hängen wir 6 Tage auf Koh Lanta ab, schlendern über Märkte, trinken Shakes in Unmengen, erkunden die Insel via Mofa, erleben fantastische Sonnenuntergänge und einmalige Gewitterbilder - und versuchen mit unserem Durchfall klarzukommen. Nach ein paar Tagen Reis, Bananen, Cola und Kohletabletten ging es wieder.

So genug der Skurrilitäten… Bevor die Reise weitergeht, lasse ich noch einen Ballon für Papa in den Himmel steigen… Rene und Sabrina ziehen weiter Richtung Norden, uns dagegen verschlägt es auf eine Insel namens Koh Rok. Und das ist schon der nächste Reisebericht…

Sonntag, 15. März 2009

Ein paar Tage auf der Halbinsel Railey





Auf nach Krabi...

So spontan wir den Flug von Bangkok nach Krabi gebucht haben, so spontan haben wir uns auch in einen Bus am Krabi Flughafen gesetzt und sind spontan in Railey ausgestiegen. Das Gepäck wird meist einfach irgendwie in den Bus geladen. An jedem Busstop rief der Fahrer irgendwas unverständliches, so dass jeder hoffte, an der richtigen Stelle auszusteigen. Wie gesagt, spontan sind wir dann einfach an einem der Stops von Board gegangen. Mit einem Longtail Boot ging es dann auf eine Halbinsel namens Railey.


Micha hat eine tolle Unterkunft gefunden, die sich leider nur optisch als super darstellte, denn der frühmorgendliche Lärm der Longtail Boote weckte uns eindeutig zu früh! Also neue Bleibe gesucht und gefunden. Auch da gröllte in der Nacht der Stromgenerator und mitten in der Nacht junge Leute nach ihrer Fullmoon-Party. Also auf ein Neues: Hotel Nummer drei war dann um

einiges besser. Sogar mit Klima und TV. Dafür haben wir aber auch tiefer in die Tasche greifen müssen.Ach hier hätte ich noch Tage bleiben können...



Raileys Strände...

Raileys Strand ist wirklich schön, auch

wenn er mit unserem Gili Air Beach (nahe Bali letztes Jahr nicht mithalten kann). Aber man findet ihn auf vielen Postkarten Thailands wieder, weil er diese wunderschönen Kalksteinformationen (genannt Wächterfelsen) hat. An diesen Felsen hängen gelegentlich begeisterte Kletterer... Auch wenn uns die Longtail Boote mit ihren lauten Motoren auf die Nerven gehen, haben sie auch ihre gute Seite: Man kann hier zwischendurch nen tollen Fruchtshake für 50 Centbestellen oder ein Nudelgericht essen.Und es schmeckt oftmals besser als im Restaurant. Diese feinen Gewürze sind einfach einmalig. Kein

Wunder, dass viele Touris in Thailand für ein paar Tage einen Kochkurs besuchen. Am Anfang der Reise ist man skeptisch, was das Essen an den fahrbaren Garküchen angeht, aber mittlerweile trauen wir uns ...












Sunset-Schnorcheln...

Wir haben auch schon eine tolle Schnorcheltour, genauer gesagt eine Sunset Schnorcheltour zu den vorgelagerten Inseln Krabis, die wirklich tolle Strände haben. Zwei Schnorchelspots haben uns nicht überzeugt, dafür war der dritte Spot annähernd so gut wie am Great Barrier Reef.

Abends hat es dann furchtbar angefangen zu regnen, und wir haben uns alle versucht irgendwo unter zu stellen. Leider erfolglos, denn die Insel war unbewohnt. Da das nicht geklappt hat, sind wir dann einfach alle ins Meer gesprungen, schön warm! Das Abendessen am Strand mit Sonnenuntergang war anschließend natürlich ein Highligt des Tages.








Gefährliche Tiere...
Übrigens seht ihr hier auf diesem Foto

eine Schlange, die sich gerade über das Handtuch unserer Strandnachbarin welzt... Tja, die hat sich erschrocken... Diese Tiere gibt es wohl nicht nur in Australien! Zum Glück kam ein Securitymann von so einem fetten Resort, der war mutig und hat sie zurück ins Meer verfrachtet.



Das "andere" Thailand...

Thailand hat wirklich schöne Strände, wie auf Postkarten.. Aber es gibt auch das „andere“ Thailand. Denn Thailand ist noch immer arm dran. Im Durchschnitt verdient hier ein Thai 120 Baht am Tag (2,50 Euro), abhängig davon, ob sie in einer großen Stadt wie Bangkok oder in kleinen Dörfern leben. Daher leben sie meist in irgendwelchen einfachen Holzhütten oder

1RaumWohnungen (mit ihrer kompletten Familie). Alle schlafen auf einer Matratze auf dem Boden. Aber komischerweise

haben ALLE einen Fernseher, der rund um die Uhr läuft.


Immer wieder fallen einem diese Kontraste hier auf. Auf den schönsten Postkarten findet man selten die Müllhalden neben den schicken Restaurants, das Geröll am Strand, den Dreck in den Hostels, die

Ameisenstraßen in deiner Toilette, die Plumpsklos ohne Toilettenpapier, die

lauten Motoren der Boote ohne richtigen Auspuff, die ohrenbetäubenden

Generatoren neben deinem Schlafzimmer und der immer

währende Baulärm, um noch mehr Touris anzuziehen. Tja und auf der anderen Seite, die schönen Tempel, die teuren Resorts (Übernachtung über 1000 Euro pro Nacht) und die tollen Strände.


Jetzt genug der Nachhilfe. Keine Sorge,
wir sehen auch die schönen Seiten und genießen das Reisen. Ansonsten ist Railey wohl exklusiver und daher teurer und etwas zu touristisch, weshalb wir morgen Richtung der Insel Koh Lanta aufbrechen.Aber eines noch zum Schlus s: In Thailand gibt es wunderschöne Sonnenuntergänge!!!! Zum dahinschmelzen.



Freitag, 13. März 2009

Bangkok Impressionen

Auf dem erste Video seht ihr ein paar Impressionen vom TUK TUK fahren.
Auf dem zweiten Video bekommt ihr einen Einblick, wie es in der berühmten Einkaufsstraße Soi Rambutti zugeht. Viel Spaß dabei!







Bangkok - eine Stadt der Gegensätze












































Thailand - unsere letzte Reisestation!

Bangkok hat uns wirklich umgehauen. Die Stadt ist dreckig, laut, hektisch, und voller Autos. Und ich habe selten so einen Kontrast zwischen Arm und Reich gesehen wie hier. Auf der einen Seite gibt es teure Hotels, alte Buddhas und golden verzierte Tempel und auf der anderen Seite wohnen die Leute an Bahngleisen in herunter gekommenen Papphäusern oder in selbst zusammengebauten Bretterverschlägen am Fluss. Die Stadt wurde einfach irgendwie gebaut, ohne irgendeinen Plan. Entweder man mag Bangkok oder man hasst es.


Aber wir haben ins Bangkoker Abenteuer gestürzt: Wir sind mit dem lauten Tuk Tuk gefahren und haben uns mit einem Taxi mehr als eine Stunde durch die Rush Hour geplagt (uns sind nur einige Kilometer weit gekommen). Wir haben uns ein paar Tempel angeschaut und wir waren kurz shoppen (Dieselhose für 16 Euro). Wir haben am Straßenstand gegessen (und keinen Durchfall bekommen!) und einige Straßenmärkte abgeklappert. Wir haben mal mehr oder weniger erfolgreich gehandelt. Und wir haben festgestellt, dass dir jeder eine andere Antwort auf deine Frage gibt – und das ist typsich für die Thais. Denn bevor die ihr Gesicht verlieren, anworten sie dir anscheindend irgendwas. Das kann sehr ärgerlich sein, wenn es um Öffnungszeiten oder der Wegbeschreibung geht.


Aber nichts desto trotz hatte Bangkok seinen Reiz, allein durch diese Andersartigkeit. Auch wenn ich schnell gelernt habe, dass es mehr Autos als Menschen gibt und man ewig irgendwo hin braucht und daher nicht so viel am Tag sehen kann. Dass man den Tuk Tuk Fahrer immer sagen sollte, dass sie OHNE Umwege zu deinem Ziel fahren sollen, sonst landest du noch beim Juwelier oder Schneider… Dass man bei einer Tuk Tuk Fahrt auch besser Ohrstöpsel dabei haben sollte…Dass man den Taxifahrern immer auffordern sollte mit Taximeter zu fahren und wenn er es verweigert ein neues Taxi zu suchen… Dass man immer die Visitenkarte des Hotels dabeihaben sollte, um dem Taxifahrer die Straße auf thailändisch zeigen zu können… Und das man immer handeln sollte, denn ohne Handeln geht hier nichts. Dass man als Frau einen Mönch NIE anfassen darf, da dieser sich sonst einer kompletten Reinigungszeremonie unterziehen muss. Dass man, wenn man im Bus in der letzten Reihe sitzt, für einen Mönch immer aufstehen sollte… Dass man nicht gleich die erste Wäscherei nehmen sollte, sondern noch mal Preise vergleichen (sonst zahlt man schnell das vierfache). Dass man bei Spicy Gerichten aufpassen sollte, sonst verbrennen sie einem den Gaumen. Dass man mit ein paar Wörtern Thai besser klarkommt, da jeder natürlich denkt, du bist nicht das erste Mal in Thailand. Also "khop khun (kah)" heißt Danke und "sawadii (kah)" bedeutet Hallo.



Und eines ist auch sicher: Ich kann nicht alles essen, was die Thais als Delikatesse beschreiben. Einen Fischlolli nehme ich nicht in den Mund. Und ein Schweineohr kaufe ich auch nicht auf dem Markt (siehe Foto). Ansonsten ist die Thaiküche wirklich fantastisch: Currygerichte, Sticky Rice mit Mango und die frischen Frucht-Shakes sind einfach nur göttlich!


Man kann gut shoppen in Bangkok. Natürlich gibt es auch echte Markensachen. Aber z.b. kostet eine Dieselhose in einem Dieselstore 360 Euro. Und nebenan gibt es nachgemachte Dieselhosen für unter 20 Euro (mit Handeln). Aber auch hier gibt es den Trend der Röhrenhosen und die wollen partout nicht in meinen Kleiderschrank. Micha dagegen hat schon ein paar schöne Hosen erhandelt.


Auch diese Handyaufladestation im Supermarkt ist eine klasse Idee. Auch wenn ich noch nicht weiß, ob sie diebstahlgeschützt ist, egal, tolle Erfindung! Und auch die Handtaschen aus alten Dosen sind mal was anderes.

Klar war es eine interessante Erfahrung, aber nach ein paar Tagen Bangkok bin ich froh, dass ich aus dem Stress raus bin und nun Richtung Süden Thailand unterwegs bin. Im Vergleich zu Bali, wo wir letzten Jahr waren, ist Thailand schon ein wenig teurer. Wir sind gespannt, was uns die nächsten Wochen bringen. Auf jeden Fall sind wir wie zu Beginn unserer Reise in einem Land, wo es normal ist, dass es lauter und dreckiger zugeht, wo du dir mit sämtlichen Insekten ein Zimmer teilst, oft nur ein Plumpsklo und - wie in Bali - die A...dusche findest (also Toilettenpapier Fehlanzeige) und du von den Garküchen an der Straße isst (dort tummeln sich oftmals auch Fliegen...aber das Essen ist oft leckerer als in den Restaurants). Fazit: Das hier ist kein Pauschalurlaub, sondern viel spannender.

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