Freitag, 19. Dezember 2008

Die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz

An diesem Abend war es nicht ganz einfach einen Schlafplatz zu finden. Wir hatten erfahren, dass man auf einfachen „Rest Areas“ kostenlos schlafen durfte. Da würden wir pro Nacht etwa 20 Dollar sparen. Nur wie man diese Areas erkennt, das konnte uns keiner sagen. Und da es bereits dunkel war, haben wir den Platz einfach nicht gefunden. Und nachdem wir fast im Graben steckengeblieben sind, uns fast ein Hund angefallen hätte, haben wir uns für Plan B entschieden. Ein Stückchen Richtung Norden hatten wir einen Platz an der Straße gesehen zum Schlafen. Doch stellt euch das bitte wie eine Toilette an der Autobahn vor. Es gab kein Licht, kein Klopapier, nix. Also musste Plan C her. Es gab einige Kilometer entfernt einen privat geführten Campingplatz, nicht teuer und dafür mit Dusche (auch warmes Wasser) und Klo. Doch über Telefon erreichten wir dort niemand mehr. Also Plan D: Der Nationalpark. In jedem Nationalpark darf man für 4,50 Dollar pro Person übernachten und man muss sich selbst registrieren, d.h. einfach ein Formular ausfüllen, das dort irgendwo rumliegt. Und die Nationalparks haben oft Dusche und Klo, was natürlich von Vorteil ist. Und man darf offziell campen, was nicht überall erlaubt ist und in Strafe gestellt ist.

Dass diese Nacht etwas Besonderes werden sollte, wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Nach einer doch etwas längeren Fahrt sind wir im Nationalpark angekommen. Ein völlig unbeleuchteter Wald, wo man nicht mal die eigene Hand vor Augen sieht. Die Dusche mitten im Wald, funktionierte nicht und das Licht im Klo ging auch nicht. Na super. Und das Schlimme: Wir waren völlig alleine hier. Niemand. Es war einfach nur spuki!!!! Aber wir sind geblieben. Ich wollte doch gerne wissen, wie der Platz bei Tageslicht aussieht und zudem die Wasserfälle sehen, die wir schon bei der Ankunft hörten. Also Camper abgeschlossen, und schlafen gelegt, was nicht ganz einfach war. Vor allem, wenn man sich Horrorgeschichten ausgemalt hat, wie wir es getan haben. Ich sag euch, ich war noch nie so froh, Tageslicht zu sehen wie nach dieser Nacht! Aber weil die ganzen sanitären Anlagen ein Witz waren, wollten wir nicht zahlen und hofften, dass es keinen Ärger mit dem Ranger gibt. Denn die kontrollieren morgens, ob man Geld in die Box getan hat. Wir sind dann morgens einfach abgereist, obwohl der Ranger um die Ecke war…. Glück gehabt. Zuvor haben wir uns aber noch unsere eigene Dusche im WAld gebaut, Micha ist halt der Handwerker, gelle? Mit einem Platstikbeutel und einem Schlauch ausgerüstet funktionierte die Dusche sogar (siehe Fotos). Nach dieser Nacht werden wir wohl überall übernachten können.... .

Heute reisen wir Richtung Mission Beach, wo es einen schönen Strand gibt. Aber wie immer, wenn wir einen Strand erreichen, regnet es. Also trinken wir Café und hängen ab. Die nächste Nacht verbringen wir auf einem normalen Campingplatz, weil es schon wieder dunkel war. Und in einem Hostel sehen wir mal wieder ein interessantes Tier, vermutlich eine Motte. Hab ich zufällig entdeckt, und so was ist hier völlig normal (siehe Foto).

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