Unser letzten großes Ziel vor Brisbane: Die größte Sandinsel der Welt. Eigentlich wollten wir sie mit einem eigenen 4Wheel-Jeep erkunden. Aber leider liefen die Planungen nicht wie gewollt, wir fanden keine Leute, um den Wagen zu viert zu mieten. Und zu zweit war es mit ca. 500 Dollar (250 Euro) für einen Tag zu teuer. Also buchten wir kurz vor knapp die letzten 2 Plätze auf einer Tagestour von Rainbow Beach, statt von Hervey Bay, wo es eigentlich auf die Insel geht.
Ein wenig traurig über die Tatsache, dass wir nicht selber mit dem Jeep durch den Sand cruisen konnten, stiegen wir am nächsten Morgen in den Geländebus. Und die Fahrt war alles andere als ruhig. Ich sag nur so viel, der Junge vor uns hat im hohen Bogen gekotzt, was fürchterlich stank, so dass das Mädel neben mir sich auch nur noch den Mund zuhielt. Und das Mädel neben dem Tourguide ist aus ihrem Sitz geflogen und wirklich wie im Film auf dem Sitz des Fahrers gelandet.
Die Tour war für eine Tagestour doch noch lustig. Vor allem Tourguide Marc hatte krasse Sprüche drauf und einen genauso markanten Fahrstil. Mit knapp 100 km/h preschte er durchs Gelände. Mir war wirklich übel auf der Rückfahrt. Insgesamt haben wir viele Stops gehabt, mehr als andere Tagestouren: Entlang des 75 Meilen Beach zum Ort Eurong, wo wir kurz Muffins gefrühstückt haben, dann zum rostigen Schiffswrack oder eher gesagt Skelett „Maheno Wreck“, das 1935 gestrandet ist. Dann zu den Pinnacles, die bunt schimmernden Sandformationen. Dort haben wir uns spontan für einen 20minüten Flug über Fraser Island entschlossen (für nur 35 Euro!), bevor es weiter ging zum absolut glasklaren Fluss Eli Creek. Dann schnelles Mittagessen, das uns wirklich bei der wackeligen Fahrt zum Central Station im Magen lag. An dieser Station haben wir einen Walk durch den Regenwald
gemacht. Und zum Abschluss des Tages gab es das Beste: Der Lake McKenzie. Weisser Sand umgibt den kristallklaren See, eine paradiesische Fotokulisse. Nur leider etwas zu viele Touris dort.
Nach der Tour haben wir zurück auf dem Festland noch einen Cafe mit zwei Deutschen getrunken. Die beiden Geschwister Anna und Hermann leben in der Nähe von Sydney. Es ist schon krass, wie viele Deutsche man hier trifft. Ob Backpacker oder Auswanderer, oder solche mit deutschen Hintergrund.
Zum Sonnenuntergang gingen wir noch schnell zu einer fantastischen Düne in Rainbow Beach. Ein wunderschöner Ort,den ich gerne noch mal besuchen würde. Vor allem, weil nach Sonnenuntergang der Mond (fast Vollmond) so hell schien, dass man gar keine Taschenlampe brauchte. Die Fotos, die Micha gemacht hat, sind wirklich bei Mondschein aufgenommen – natürlich mit einer langen Belichtungszeit, wie man sieht. Wer genau hinsieht, erkennt Sterne.
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