









Thailand - unsere letzte Reisestation!

Bangkok hat uns wirklich umgehauen. Die Stadt ist dreckig, laut, hektisch, und voller Autos. Und ich habe selten so einen Kontrast zwischen Arm und Reich gesehen wie hier. Auf der einen Seite gibt es teure Hotels, alte Buddhas und golden verzierte Tempel und auf der anderen Seite wohnen die Leute an Bahngleisen in herunter gekommenen Papphäusern oder in selbst zusammengebauten Bretterverschlägen am Fluss. Die Stadt wurde einfach irgendwie gebaut, ohne irgendeinen Plan. Entweder man mag Bangkok oder man hasst es.

Aber wir haben ins Bangkoker Abenteuer gestürzt: Wir sind mit dem lauten Tuk Tuk gefahren und haben uns mit einem Taxi mehr als eine Stunde durch die Rush Hour geplagt (uns sind nur einige Kilometer weit gekommen). Wir haben uns ein paar Tempel angeschaut und wir waren kurz shoppen (Dieselhose für 16 Euro). Wir haben am Straßenstand gegessen (und keinen Durchfall bekommen!) und einige Straßenmärkte abgeklappert. Wir haben mal mehr oder weniger erfolgreich gehandelt. Und wir haben festgestellt, dass dir jeder eine andere Antwort auf deine Frage
gibt – und das ist typsich für die Thais. Denn bevor die ihr Gesicht verlieren, anworten sie dir anscheindend irgendwas. Das kann sehr ärgerlich sein, wenn es um Öffnungszeiten oder der Wegbeschreibung geht.Aber nichts desto trotz hatte Bangkok seinen Reiz, allein durch diese Andersartigkeit. Auch wenn ich schnell gelernt habe, dass es mehr Autos als Menschen gibt und man ewig irgendwo hin braucht und daher nicht so viel am Tag sehen kann. Dass man den Tuk Tuk Fahrer immer sagen sollte, dass sie OHNE Umwege zu deinem Ziel fahren sollen, sonst landest du noch beim
Juwelier oder Schneider… Dass man bei einer Tuk Tuk Fahrt auch besser Ohrstöpsel dabei haben sollte…Dass man den Taxifahrern immer auffordern sollte mit Taximeter zu fahren und wenn er es verweigert ein neues Taxi zu suchen… Dass man immer die Visitenkarte des Hotels dabeihaben sollte, um dem Taxifahrer die Straße auf thailändisch zeigen zu können… Und das man immer handeln sollte, denn ohne Handeln geht hier nichts. Dass man als Frau einen Mönch NIE anfassen darf, da dieser sich sonst einer kompletten Reinigungszeremonie unterziehen muss. Dass man, wenn man im Bus in der letzten Reihe sitzt, für einen Mönch immer
aufstehen sollte… Dass man nicht gleich die erste Wäscherei nehmen sollte, sondern noch mal Preise vergleichen (sonst zahlt man schnell das vierfache). Dass man bei Spicy Gerichten aufpassen sollte, sonst verbrennen sie einem den Gaumen. Dass man mit ein paar Wörtern Thai besser klarkommt, da jeder natürlich denkt, du bist nicht das erste Mal in Thailand. Also "khop khun (kah)" heißt Danke und "sawadii (kah)" bedeutet Hallo.
Und eines ist auch sicher: Ich kann nicht alles essen, was die Thais als Delikatesse beschreiben. Einen Fischlolli nehme ich nicht in den Mund. Und ein Schweineohr kaufe ich auch nicht auf dem Markt (siehe Foto). Ansonsten ist die Thaiküche wirklich fantastisch: Currygerichte, Sticky Rice mit Mango und die frischen Frucht-Shakes sind einfach nur göttlich!
Man kann gut shoppen in Bangkok. Natürlich gibt es auch echte Markensachen. Aber z.b. kostet eine Dieselhose in einem Dieselstore 360 Euro. Und nebenan gibt es nachgemachte Dieselhosen für unter 20 Euro (mit Handeln). Aber auch hier gibt es den Trend der Röhrenhosen und die wollen partout nicht in meinen Kleiderschrank. Micha dagegen hat schon ein paar schöne Hosen erhandelt.

Auch diese Handyaufladestation im Supermarkt ist eine klasse Idee. Auch wenn ich noch nicht weiß, ob sie diebstahlgeschützt ist, egal, tolle Erfindung! Und auch die Handtaschen aus alten Dosen sind mal was anderes.
Klar war es eine interessante Erfahrung, aber nach ein paar Tagen Bangkok bin ich froh, dass ich aus dem Stress raus bin und nun Richtung Süden
Thailand unterwegs bin. Im Vergleich zu Bali, wo wir letzten Jahr waren, ist Thailand schon ein wenig teurer. Wir sind gespannt, was uns die nächsten Wochen bringen. Auf jeden Fall sind wir wie zu Beginn unserer Reise in einem Land, wo es normal ist, dass es lauter und dreckiger zugeht, wo du dir mit sämtlichen Insekten ein Zimmer teilst, oft nur ein Plumpsklo und - wie in Bali - die A...dusche findest (also Toilettenpapier Fehlanzeige) und du von den Garküchen an der Straße isst (dort tummeln sich oftmals auch Fliegen...aber das Essen ist oft leckerer als in den Restaurants). Fazit: Das hier ist kein Pauschalurlaub, sondern viel spannender.

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