Freitag, 17. April 2009

Eine Busfahrt, die ist lustig… - Mit dem „Discobus“ nach Khao Lak


Wir ließen das thailändische Ballermann hinter uns… Von Phi Phi aus ging es mit der Fähre Richtung Phuket (hab die Zeit schön auf dem Sonnendeck genossen) und von dort aus mit einem Bus direkt nach Khao Lak. Zum Glück mussten wir nicht lange warten. Reisen wird einem in Thailand echt einfach gemacht. Man findet schnell den passenden Bus und günstig ist die Fahrt auch noch. Für die anderthalb Stunden nach Khao Lak zahlen wir jeder 90 Baht (knapp 2 Euro).


Billig heißt aber nicht unbedingt gut: Das Busfahren ist in Thailand eine gewöhnungsbedürftige Sache. Das Ganze erinnert eher an eine Discofahrt. Jeder Bus hat einen Fernseher drin, der ununterbrochen in einer Discolautstärke aufgedreht ist. Die vielen Boxen in den Bussen tun ihr übriges dazu. Wir, die zwei Ohrproblem-Kinder sitzen also als einzige Europäer zwischen den Thais und den fetten Boxen. versuchen mit unseren Kopfhörern das Ganze erträglicher zu machen. Wir fragten den Busfahrer, ob er die Musik (Thai-Pop) vielleicht etwas leiser machen könne. Für zwei Minuten taten sie das auch. Ich analysier in der Zwischenzeit die Thai-Musik Videos, die sie auf den Fernsehern zeigen. Die Frauen sind verhüllter und komischerweise stehen sie immer rechts im Bild. Wirklich spannend ist das nicht. Aber ich frage mich langsam, wie die Thais diese extreme Lautstärke nur aushalten? Überall Beschallung auf voller Dröhnung? Ob du im Kiosk einkaufen gehst, in den Supermarkt, in die Apotheke, im Restaurant, im Bus. Die drehen schon um 6 Uhr morgens direkt ihren Fernseher oder ihr Radio auf maximale Lautstärke. Ich merke, dass Ruhe wirklich ein selten gewordenes Gut geworden ist!


Ankunft Khao Lak, besser gesagt die Ortschaft Bang Niang. Der Ort selber hat nicht viel zu bieten. Aber das macht uns gar nix. Wir freuen uns Jörg zu sehen, mal wieder ein bekanntes Gesicht nach all der Zeit. Netterweise hat er uns schon eine Unterkunft besorgt, mit Klima, TV und warmer Dusche! Luxus für uns! Am Abend gibt’s lecker Fisch und am nächsten Abend lecker marokkanisches Buffet (oder was war es noch?) – hab ich noch nie gegessen, aber das war ne coole Idee. Danke dir, Jörg!


Khao Lak war damals vom Tsunamie eines der ersten betroffenden thailändischen Orte. Viele tausend Menschen

starben, viele gelten noch immer als vermisst. Es ist schon erschreckend, wenn man die Markierungen sieht, wie hoch das Wasser stand, oder die Ruinen der Häuser sieht. Oder ein Polizeischiff sieht, dass etwa 1,5 Kilometer im Landesinneren liegt - von der Wucht der Welle so weit hinaus getragen worden.



Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Mofa rum, hielten wieder an den typischen "Tankstellen", fanden Riesen-Bananen, tranken Shakes, erkundeten die Strände... und fanden sogar ein ganz süßes Café mit richtigem Café aus der Maschine.

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