Freitag, 19. Dezember 2008

21.11. Die „Regeln“ der Straße

Am nächsten Morgen machten wir uns auf zu den Undarra Vulkantunnel etwa anderthalb Stunden entfernt. Die 2 stündige Tour war ok, mehr aber leider auch nicht. Denn den Tourguide mit dem extremen australischen Akzent hab ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Na ja, aber immerhin haben wir Tunnel gesehen, wo mal Lava durchfloss. Man kann an diesem Nationalpark sogar in alten Eisenbahnwagons übernachten, was mit Sicherheit ein einzigartiges Erlebnis ist. Abends gibt es ein Campfire mit Bushstories, und morgens ein Bushfrühstück. Aber wir haben das Ganze ausgelassen, um weiter Richtung Süden zu kommen. Unterwegs sehen wir noch ein paar Buschbrände, aber kontrollierte. Die brennen hier bewusst was ab, um den Wald zu schützen. Klingt verwirrend, ist aber was dran.

Die Landschaft ändert sich langsam. Die grünen, hügeligen Tablelands lassen wir hinter uns. Die Landschaft wir ebener und weniger grün. Aber nicht nur die Landschaft ändert sich. Auch die Straßenverhältnisse. Wir müssen immer darauf achten, dass wir mit unserem Campervan „sealed Road“ fahren, also keine dirt Road. Daher können wir nicht alle Straßen nehmen. Jetzt gibt es nur noch eine schmale Straße, die man sich mit den großen Trucks teilen muss. Das Gesetz hier: Kommt dir ein Truck entgegen musst du mit deinem Camper ausweichen. Nicht leicht auf einer so schmalen Straße. Der Truck hält nicht an, geschweige denn, dass er abbremst. Er rast mit 120 km/h auf dich zu und DU musst ausweichen, und das heißt auf den Rand fahren, der sehr hügelig ist.

Weitere Regeln: Wir achten darauf, dass wir immer mit vollem Tank losfahren, man weiß ja nie, wann die nächste Tankstelle kommt (obwohl das hier noch nicht das schlimme Outback ist, wo man stundenlang nichts sieht, außer Wüste). Und natürlich immer genug Wasservorräte mitnehmen!

Am besten man fährt auf den Straßen nicht morgens zwischen 8 und 9, und auch nicht abends zwischen 6 und 8 Uhr. Sonst könnte es unangenehme Zusammenstöße mit Kanguroos, Emos oder Kühe geben. Die Trucks haben gegen das Viehzeug große Brecher, genannt "Kangoruh Killer" am Auto, aber unser Camper ja nicht. Bis jetzt hatten wir Glück. Um ein Haar hätten wir einen Emu gerammt… . Glück gehabt. Jetzt haben wir wenigstens auch ein Emu gesehen.


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